Nordhausen und Duisburg

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Würdiges Gedenken an die Befreiung des KZ Mittelbau-Dora

Aus Anlass des 76. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora am 11. April 1945 organisierte die MLPD Nordhausen am gestrigen Sonntag ein würdiges Gedenken an dieses historische Ereignis.

Korrespondenzen
Würdiges Gedenken an die Befreiung des KZ Mittelbau-Dora
Würdiges Gedenken (Foto: MLPD Nordhausen)

Ein Korrespondent aus Nordhausen schreibt: "Wenn auch mit der Einschränkung, keine Fahnen tragen zu dürfen, so hatte doch die Leitung der Gedenkstätte dieser Feier zugestimmt. Das ist umso bedeutsamer, als die gemeinsame offizielle Feier der Gedenkstätte, der Stadt Nordhausen und des Landes Thüringen, erst am Montag, also mit einem Tag Verspätung, und überdies nur online stattfindet. Mit 14 Teilnehmern aus Nordhausen und Sömmerda trafen wir uns bei schönem Wetter am Eingang der Anlage. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vertreter der MLPD gingen wir gemeinsam zum Mahnmal auf dem Krematoriumsvorplatz und legten dort das Gesteck der MLPD-Ortsgruppe und Blumen nieder. Auch in diesem Konzentrationslager organisierten sich Häftlinge unter schwierigsten Bedingungen in illegalen Widerstandsgruppen. Neben anderen mutigen Kämpfern waren die Kommunisten Albert Kuntz und Ludwig Szymczak führend am Aufbau des Widerstandes beteiligt. Beide konnten die Befreiung des KZ nicht mehr miterleben, weil sie vorher von den Faschistem im Lager ermordet worden waren. Mit einem Auszug aus dem Schwur von Buchenwald und der Mahnung, heute alles zu tun, um eine Einheitsfront gegen die heraufziehende faschistische Gefahr zu tun und aus dem Fehler der Spaltung der Arbeiterbewegung in den 1930er Jahren zu lernen, beendeten wir die Veranstaltung."

 

Am Mahnmal der VVN-BdA auf dem Duisburger Waldfriedhof fand unter dem Motto "Der Schwur von Buchenwald ist aktueller denn je!" ebenfalls eine Gedenkveranstaltung statt. Ein Vertreter der MLPD hielt dort folgenden Beitrag:

 

"Liebe Teilnehmerinnen, liebe Teilnehmer dieser Gedenk-Kundgebung,
Wir verneigen uns vor den Frauen und Männern des Widerstands gegen den Hitlerfaschismus! Wir verneigen uns vor den Millionen Opfern des Faschismus! Wir verneigen uns vor den Häftlingen, die vor 76 Jahren den kühnen Plan der bewaffneten Selbstbefreiung vorbereitet und durchgeführt hatten,Tage bevor amerikanische Soldaten das KZ Buchenwald erreichten. Klarheit ist gefordert. Das Verbrechen hat einen Namen: Faschismus! Er ist die offenste brutalste Diktatur des Groß- und Finanzkapitals zur Unterdrückung der revolutionären Arbeiterbewegung und des Sozialismus! Klarheit ist gefordert, weil die Herrschenden die Geschichte umschreiben und den antifaschistischen Widerstand der Kommunisten aus dem Gedächtnis raus radieren wollen. Klarheit ist gefordert, weil die Herrschenden von heute die Rolle der sozialistischen Sowjetunion unter Stalin beim Sieg über den Hitlerfaschismus klein reden wollen. Klarheit ist gefordert, gegen die Lüge eines angeblich „linken" Antisemitismus: Sie verhöhnt die Opfer des Faschismus und will sie sogar zu Mitschuldigen stempeln und allen neuen Faschisten in der AfD und ihrem Umfeld Rückendeckung geben. Klarheit ist gefordert: im gemeinsamen Kampf gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen. Gib Antikommunismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus keine Chance!"