Stuttgart

Stuttgart

Germanenkult und faschistischer Terror: Die Verbrechen der “Gruppe S.” lückenlos aufklären!

Seit dem 13. April stehen zwölf Mitglieder der "Gruppe S." vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht. Ihnen wird laut Bundesanwaltschaft (BAW) die Bildung einer terroristischen Vereinigung bzw. deren Unterstützung, die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sowie verschiedene Verstöße gegen das geltende Waffenrecht wie illegale Waffenbeschaffung vorgeworfen.

gös

Der führende Kopf der “Gruppe S.” ist Werner Somogyi. Er hat nach den Ermittlungen der BAW die Bildung dieser faschistischen Terrorgruppe vorangetrieben, die nach Auskünften eines V-Manns des Landeskriminalamts Baden-Württemberg gleichzeitige Anschläge auf Moscheen in zehn Bundesländern mit Handgranaten und Gewehren durchführen wollte. Sie sollten während Freitagsgebeten stattfinden, um möglichst viele Menschen zu töten. Nach Ansicht von Werner Somogyi sollte so eine bürgerkriegsähnliche Situation herbeigeführt werden. Zunächst schwebte Somogyi die Bildung einer Untergrundarmee vor. Dafür fand er unter seinesgleichen aber nicht die ausreichende Resonanz. Deswegen meinte er, dass je ein Attentäter für pro Massaker genügen müssten. Für die Beschaffung von Waffen vor allem in Tschechien waren 50.000 Euro vorgesehen, die von den Mitgliedern der Gruppe gespendet werden sollten. Insgesamt erinnern die Planungen an das Massaker von Christchurch im Jahr 2019 mit 51 Toten. (1)

 

Stammten die öffentlich bekannt gewordenen Terroristen etwa des NSU oder der “Oldschool Society” aus ein und derselben Gegend, so kommen die Angeklagten der “Gruppe S.” aus sechs Bundesländern. Sie fanden rasch über Chats zueinander und entstammen einem breiten Spektrum. So rechtfertigte Werner Somogyi die geplanten Massenmorde damit, dass angeblich “die Germanen” durch “den Islam” und durch Flüchtlinge bedroht wären. Wie Tony Ebel war Somogyi mit dem “Freikorps Heimatschutz Deutschland Division 2016” verbunden, eine paramilitärische Vereinigung mit guten Kontakten zur “Reichsbürger”-Szene. Tony Ebel wiederum hatte online-Kontakten zur AfD. Verschiedene Mitglieder der “Gruppe S.” wie Markus Krüger waren in “Freien Kameradschaften” tätig, Steffen Balder gründete 2018 die faschistische Bürgerwehr “Viking Security Germania (Sachsen-Anhalt)”.2 Zu klären sind darüber hinaus mögliche Kontakte der “Gruppe S.” zu Rocker-Klubs, “Combat 18” oder den “National Socialists Knights of the Ku Klux Klan Deutschland” (NSK KKK)3. Allen gemeinsam ist ihr mörderischer Hass auf Muslime, Juden und Poltiker wie Robert Habeck oder Anton Hofreiter von den “Grünen”. Auch sie sollten getötet werden.

 

Die Beachtung solcher Verbindungen sind für die lückenlose Aufklärung der Verbrechen der “Gruppe S.” von entscheidender Bedeutung. Ob das tatsächlich geschieht, muss genau beobachtet werden. Der Kampf für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda bleibt das Gebot der Stunde!