Berlin-Treptow

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IG-Metall-Warnstreik für die Angleichung/Reduzierung der Arbeitszeit in Ostdeutschland

300 Kolleginnen und Kollegen kamen zum Warnstreik der Belegschaft des Siemens-Mobility-Werks in Berlin-Treptow. Die Produktion von Signaltechnik stand von 9 Uhr bis 12 Uhr. Von mehreren Berliner Betrieben kamen Delegationen aus Solidarität.

Korrespondenz
IG-Metall-Warnstreik für die Angleichung/Reduzierung der Arbeitszeit in Ostdeutschland
Bild von der Aktion (rf-foto)

Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Die Angleichung der Arbeitszeit auf 35 Stunden in der Woche in Ostdeutschland ist überfällig. Großen Applaus erhielten Redebeiträge, die jegliche Ungleichbehandlung der Arbeiterinnen und Arbeiter in Ost und West kritisierten. Die Unternehmerverbände und die Bundesregierung halten bisher an dieser Spaltung fest. Sie muss überwunden werden.

 

Im Gespräch sagte ein Kollegen von Mobility: „Für uns ist das heute eine große Aktion, darauf sind wir stolz. Klar wissen wir auch, dass es zur Durchsetzung der Arbeitszeitangleichung längere, am besten bundesweite Streiks benötigt.“

 

Die IG Metall berichtet von Hunderten Solidaritätserklärungen aus der ganzen Bundesrepublik.

 

Diskutiert wird auch, ob der NRW-Pilotabschluss für einen Tarifvertrag in den Bezirken übernommen werden sollte, bevor die Angleichung der Arbeitszeit in trockenen Tüchern ist. Ein Siemens-Kollege meinte dazu heute: „Dass ein solch reicher Konzern wie Siemens uns hier immer noch drei Stunden die Woche mehr arbeiten lässt, empört mich. Denen gehts nur um den Profit der Großaktionäre. Und dafür müssen wir bluten. Es gibt in dieser Frage kein Zurück mehr. Das muss jetzt durchgesetzt werden.“