Zwickau

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Opel-Arbeiter solidarisch mit Zwickauer VW-Belegschaft

Am gestrigen Freitag, dem 23. April 2021, haben die Kolleginnen und Kollegen bei VW in Zwickau einen 24-Stundenstreik durchgeführt. Zur solidarischen Unterstützung war eine Delegation von Opel Eisenach angereist.

Korrespondenz
Opel-Arbeiter solidarisch mit Zwickauer VW-Belegschaft
Kämpferischer Streik bei VW in Zwickau und solidarische Opel-Kollegen (rf-foto)

Die Angleichung Ost bewegt die Kollegeninnen und Kollegen sehr emotional. Seit 32 Jahren arbeiten sie jede Woche drei Stunden länger bzw. jedes Jahr vier Wochen mehr als ihre westdeutschen Kolleginnen und Kollegen. Sehr wütend waren Thüringer Kollegen darüber, dass einen Tag vorher die Vertreter der IG Metall und die Kapitalisten verkündeten, dass sie den Pilotabschluss aus NRW übernehmen wollen. Das fällt den Kollegeninnen und Kollegen in Berlin, Brandenburg und Sachsen objektiv in den Rücken. Neben der notwendigen Kritik an dem Inhalt des Tarifvertrags: Es darf keinen Tarifabschluss geben, bevor die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auch im Osten durchgekämpft ist.

 

Jetzt orientiert die IG-Metall-Spitze darauf, dass die Kollegeninnen und Kollegen bei VW Zwickau über den VW-Haustarif die Angleichung Ost bekommen. Damit würde die größte und stärkste Belegschaft im Osten - 10.000 Kolleginnen und Kollegen, Organisationsgrad 98 Prozent - aus dem Kampf rausgebrochen. Richtig wäre, dass weder im Westen noch im Osten abgeschlossen wird, bis die Angleichung Ost überall durchgekämpft ist.

 

Die Delegation von Opel Eisenach machte deutlich, dass es ein gemeinsamer Kampf ist, und so sagte der VK-Leiter Jens Möncher in seiner Rede: „Lasst uns solidarisch markenübergreifend gemeinsam kämpfen. Lasst uns uns bei solchen Aktionen immer wieder gegenseitig besuchen. Lasst uns gemeinsam für die Angleichung Ost kämpfen.“ Das war ein gelungener Tag im Zeichen der Arbeitereinheit und für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.