Krisenprofiteur Daimler

Krisenprofiteur Daimler

Quartalsgewinn auf Kosten der Belegschaft verneunfacht!

Daimler gab den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte von 5,75 Mrd. Euro¹ bekannt – zur Freude der Börse!

Von wb

Und das inmitten der dritten Welle der Corono-Pandemie und der Weltwirtschafts- und Finanzkrise, in deren Rahmen viele Menschen, aber auch kleinere Unternehmen, ums Überleben kämpfen. Die Gründe für die Profitexplosion:

 

  1. Der Autoabsatz stieg um 22 Prozent - vor allem in China, wo die Verkäufe um 60 Prozent durch die Decke schossen.
  2. Die Konzentration auf die hochprofitable,neue Luxus-S-Klasse und die Öko-Mogel-SUVs (+ 54 Prozent), die sich nur die Betuchten leisten können.
  3. Riesige staatliche Subventionen, u. a. in Form des Kurzarbeitergelds
  4. Last but not least, sorgten die „Sparmaßnahmen“ auf Kosten der Belegschaft für eine Rekord-Profitquote von 14,3 Prozent²: Mit Personalabbau, Lohnsenkungen durch erzwungene Arbeitszeitverkürzung, Arbeitsverdichtung sowie Kurzarbeit.

 

Damit hat Daimler-Chef Ola Källenius 2019 sein Versprechen gegenüber den Großaktionären eingelöst, mit einer Kriegserklärung an die Belegschaft die erwarteten „Ergebnisse“ zu liefern. Doch wer gedacht hat, dass sich angesichts des Gewinns im Jahr 2020 von 6,6 Mrd. Euro und dessen Steigerung der „Sparkurs“ des Vorstandes jetzt erledigt hat, der täuscht sich: „Auf der Hauptversammlung Ende März hatte … Källenius bekräftigt, dass er am Sparkurs festhalten und die Personalkosten weiter senken wolle, auch wenn das Geschäft wieder besser laufe“.³