Grußwort

Grußwort

1. Mai – Internationalismus und Solidarität auf der ganzen Welt!

Doug Nicholls, Generalsekretär der General Federation of Trade Unions (Großbritannien), richtet ein Grußwort an die deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter zum 1. Mai (eigene Übersetzung).

Doug Nicholls
1. Mai – Internationalismus und Solidarität auf der ganzen Welt!
Doug Nicholls (foto: GFTU)

Liebe Brüder und Schwestern, Genossen, der 1899 gegründete Allgemeine Gewerkschaftsverband vertritt eine Vielzahl nationaler Gewerkschaften in Großbritannien und einige international. Wir grüßen die deutschen Gewerkschaftsfreunde und ihre Familien herzlich und kameradschaftlich.

 

Jeder Arbeiter, jede Arbeiterin sollte in einer Gewerkschaft aktiv sein. Wir repräsentieren die ältesten, demokratischsten und fortschrittlichsten organisierten Kräfte in der Gesellschaft. Wir stehen vor großen neuen Herausforderungen. Die kapitalistische Ausbeutung der Umwelt für Profit wird zu mehr Pandemien führen. Das wissen alle Umweltwissenschaftler. Unsere Bemühungen, eine grünere Welt zu schaffen und die Zerstörung von Arten und Lebensräumen zu stoppen, werden weiter gehen. All das muss aufhören.

 

Diese schreckliche Pandemie würde am besten bewältigt werden können, wenn die Wissenschaft und ein disziplinierter öffentlicher Schutz auf der Grundlage der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen unterstützt würden.

 

In Vietnam gab es bei 90 Millionen Einwohnern nur 35 Todesfälle. Kuba hat trotz der Blockade Ärzte in die ganze Welt geschickt, um anderen Ländern zu helfen. In Indien, wo ironischerweise viele Impfstoffe hergestellt werden, wurden weder ein wissenschaftlich fundierter Ansatz noch eine Unterstützung des Öffentlichen Dienstes bei der Bewältigung der Pandemie gewählt, um die schrecklichen Ergebnisse der Pandemie zu untersuchen. Gleiches gilt für Brasilien. Eine rücksichtslose neoliberale Regierung hat es vorgezogen, ihre Leute sterben zu sehen, anstatt sozial zu sein.

 

Am 1. Mai denken wir an Arbeiter wie uns in allen Ländern. Wir denken an unsere gemeinsame Menschlichkeit. Wir lehnen Rassismus ab; wir lehnen religiöses Sektierertum ab; wir behaupten die Stärke, Einheit und Kreativität aller Arbeiter. Unsere Arbeit wirkt weltweit. Es ist nur das Virus des Profits und der Ausbeutung und der Kriege zwischen Nationen, das uns aufhält.

 

Die Welt ist - wie die ersten Sozialisten in Großbritannien im 17. Jahrhundert sagten - eine gemeinsame Schatzkammer, die alle teilen können. Das Privateigentum an Energie, Gesundheitsdiensten, Land und Pharmazeutika ist obszön. Vor allem das Privateigentum an dem Vermögen, mit dem die Banken auf den internationalen Geldmärkten spielen, muss gestoppt werden. ...

 

Euer Kampf ist unser Kampf!