Lübeck

Lübeck

Am 1. Mai auf die Straße – Das lassen wir uns nicht nehmen!

Der DGB Lübeck hatte anstelle der üblichen Kundgebungen auf dem Markt lediglich drei Tage vorher intern einen 15-minütigen Fototermin organisiert, bei dem auch die MLPD mit einem Transparent ihr Eintreten für die Einheitsgewerkschaft demonstrierte.

Von Korrespondenz

Weil wir aber offensiv die Arbeiterforderungen auf die Straße tragen wollten, hatte das Internationalistische Bündnis zu einer einstündigen kämpferischen und kulturvollen Mai-Kundgebung auf dem Klingenberg in der Innenstadt aufgerufen. Bis zu 40 waren unserem Aufruf gefolgt und lauschten gespannt unseren kurzweiligen Rede- und Kulturbeiträgen.

 

Vornedran der REBELL: Mit selbst gebackenen Keksen für die Spendenkampagne versüßte er die Kundgebung. Er griff in einem knackigen Redebeitrag den Antikommunismus an, der jeden gesellschaftlichen Fortschritt verbauen will und den „Querdenkern“ großen medialen Spielraum gibt. Die Vertreterin der Umweltgewerkschaft machte deutlich, dass für wirksamen Umweltschutz Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, wäre nicht der Profit Maßstab für alles.

 

Die Couragefrauen griffen die enorme Belastung der Familien und insbesondere der Frauen durch die Corona-Politik der Regierung an. Sie hoben die große Bedeutung der 30-Stundenwoche besonders für die unbefristete Übernahme von Jugendlichen hervor. Der Genosse der MLPD widerlegte die antikommunistischen „Postmodernisten“ und belegte die Kraft der Arbeiterklasse mit aktuellen Kämpfen in Indien und Brasilien. „Die Kapitalisten brauchen unsere Arbeitskraft für ihren Profit, aber wir brauchen sie nicht zum Arbeiten und Leben“. Eindrucksvoll bewies dies die Pariser Commune in ihrem erfolgreichen Kampf für Freiheit von Ausbeutung und Unterdrückung.

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus

Stefan Engel

220 Seiten | ab 12,99 €

mehr Infos

Jetzt bestellen

ebook bestellen

 

Und er stellte das Buch von Stefan Engel „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ vor als sehr wirkungsvolle Waffe, um gegen den Wust des Antikommunismus eine revolutionäre Perspektive zu erlangen. Danach wechselten vier Bücher den Besitzer, von denen einer am Studienkreis teilnehmen will. Ein Arbeiter, der nach jahrelanger Zeitarbeit endlich einen Festvertrag erkämpft hatte, forderte die Solidarität zwischen Zeitarbeitern und Festeingestellten. Eine Krankenschwester trug eine Solidaritätsadresse an die streikenden Kolleginnen von einer Service-Tochter des Universitätsklinikums vor, die mit etwa 1000 € schlechter bezahlt werden als ihre bei der Klinik angestellten Kolleginnen. Sie wurde einstimmig verabschiedet, ebenso wie die Solidaritätsadresse mit den 108 Angeklagten im Kobanê-Prozess in der Türkei (rf-news berichtete).

 

Und ganz zum Schluss trug eine Rebellin ihren Beitrag gegen den Reformismus der Grünen und für den Sozialismus vor. Bella Ciao und die Internationale bildeten den kämpferischen Abschluss. Wir waren glücklich über die vielseitige und mobilisierende Kundgebung.