Leipzig

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Arbeitersolidarität gegen Angriffe der Metall-Kapitalisten

In Leipzig streikte zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen die BMW-Belegschaft. Die Porsche-Kollegen legten einmal die Arbeit nieder. Jeweils 24 Stunden ruhte die Produktion. Darauf sind die Kollegen stolz, denn sie sind es, die bestimmen, wenn auch nur für einen Tag. Sie haben es satt, trotz höchster Produktivität jede Woche drei Stunden länger zu arbeiten als ihre Kollegen in Westdeutschland - unentgeltlich.

Korrespondenz

In den Wochen zuvor gab es zustimmendes Nicken beim Verteilen von Flugblättern der MLPD bei der Ansprache: „Wenn Ihr unter Corona arbeiten könnt, dann könnt Ihr auch streiken“. Die Kollegen griffen die Solidarität von West-Kollegen wie auch die Solidaritätserklärung der MLPD-Vorsitzenden Gabi Fechtner gerne auf. Es ist ein gemeinsamer Kampf von Ost und West, diese Spaltung zu überwinden.

 

Die Kollegen fühlen sich herausgefordert fühlen und geben nicht klein bei. So musste die IG-Metall-Führung in Sachsen jetzt den Arbeitskampf intensivieren. Die Kollegen brauchen eine kürzere Arbeitszeit und mehr Lohn! Sie haben ihre überlangen Schichten (Spätschicht bei BMW bis 0.20 Uhr), die ihre Gesundheit und das Familienleben ruinieren, satt! Eine Arbeitszeitverkürzung mit der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist notwendig!

 

Der Kampf um die Denkweise ist sehr entfaltet: Was die Kollegen seither oft regelrecht in sich rein gefressen haben, kommt jetzt auf den Tisch: So ist ein Teil der Leiharbeiter richtig sauer, weil sie am Streik nicht beteiligt wurden. Sie wurden nach Hause geschickt und die Zeit wird von ihrem Arbeitzeitkonto abgezogen. Ein Leiharbeits-Kollege von BMW: „Jetzt bin ich seit 14 Jahren in der IG Metall und will streiken und darf es nicht."

 

Das Fertigwerden mit einem völkisch-rassistischen Einfluss und Antikommunismus, wofür die spalterische und reformistische Politik den Boden bereitet, dafür ist die Zeit reif! Es gilt das ganze kapitalistische System grundsätzlich infrage zu stellen und sich mit der MLPD über die sozialistische Alternative, den wissenschaftlichen Sozialismus, auseinanderzusetzen. So war der 1. Mai-Aufruf der MLPD genau richtig und wurde von fast allen Kollegen gerne genommen! Das Buch „ Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ wird uns eine große Hilfe sein und ein Handwerkszeug jedes klassenbewussten Kollegen!