1. Mai

1. Mai

Bergkamen: Doppelt so viele wie letztes Jahr

Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am 1. Mai zur sehr lebhaften Kundgebung nach Bergkamen gekommen. Sechs Organisationen hatten in einem Bündnis für einen kämpferischen 1. Mai aufgerufen.

Von einem Korrespondenten

Sie kamen mit ihren Ansprachen in alphabetischer Reihenfolge zu Wort. So sprach ein Jugendlicher gegen die besondere Ausbeutung und Unterdrückung der Jugend. In seinem Logistik-Unternehmen sind bereits ca. 40 Kolleginnen und Kollegen mit Corona infiziert. Darum müssen auch die Lehrlinge jetzt samstags und sonntags Überschichten schieben. Von besonderem Gesundheitsschutz keine Spur.

 

Die Vertreterin von BergAUF griff die Politik der verbrannten Erde durch die RAG an und deckte auf, welche schädlichen Folgen daraus für die kommunalpolitische Daseinsfürsorge entstehen. Als Mitglied des Internationalistischen Bündnisses rief sie dazu auf, die Bewegung »Gib Antikommunismus keine Chance!« zu unterstützen, was dann auch viele taten.

 

Der Sprecher der BürgerInnen gegen Rechts betonte, dass die demokratischen Rechte und Freiheiten, besonders das Demonstrationsrecht erhalten werden müssen. Der Sprecher der Partei DIE LINKE stellte ihr Reformprogramm vor. Unterstützung gab es dabei für die Forderung nach Gesundheitsschutz in den Betrieben und einem Lockdown in der Industrie.

 

Der Arbeiterdichter von Kumpel für AUF trug ein Gedicht vor. Der Ortsvorsitzende der MLPD betonte besonders die Notwendigkeit, sich Klarheit über Weg und Ziel einer grundlegenden Veränderung zu verschaffen. Das ist im Dickicht der heutigen weltanschaulichen Verwirrung nicht einfach, aber unabdingbar, um sich für den Kampf entscheiden zu können. Dazu stellte er das neue Buch »Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus« vor. Aufgrund dessen kam direkt ein Teilnehmer und meinte: »Dieses Buch interessiert mich!« So wurden sechs Exemplare des Buchs verkauft.

 

Der Redebeitrag des Vertreters der Umweltgewerkschaft begründete unter anderem die Forderung nach einem modernen öffentlichen Verkehrssystem anstelle einer weiteren Massenproduktion von Autos für den Individualverkehr, auch wenn sie elektrisch betrieben sind, was ebenso schädlich ist.

 

Das offene Mikrofon wurde ebenfalls rege genutzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren glücklich und stolz, dass in Oberaden dieses Jahr wieder ein 1. Mai stattgefunden hat. Die Kundgebung wurde mit dem Lied „Die Internationale“ beschlossen.

 

Glückauf.