1. Mai

1. Mai

Es grünt so grün ...

Ein „Green New Deal“ soll jetzt die Welt retten.

Von einem Kollegen (Redebeitrag)

Joe Biden will den amerikanischen „Green New Deal“, Ursula von der Leyen will den „Europäischen Green New Deal“, der DGB will das, auch die Linkspartei mit dem Ex-Vorsitzenden Riexinger will einen „Linken Green New Deal“. Alles greent so green - aber mit Schulden ohne Ende. Die Geld- Druckmaschinen glühen. So steigerten sich die Bilanzsummen der Zentralbanken nur seit dem letzten Jahr in den USA aufs Doppelte, der Europäischen EZB für aufgekaufte Wertpapiere um über 60% auf ca. 7,5 Billionen €. Sie wollen also die Welt retten – mit Schulden. Alles soll gut, „green“ werden.

 

Tatsächlich geht es aber darum, den Kapitalismus, das Wachstum, die Profite zu retten, den sprunghaft wachsenden Reichtum der Reichen zu steigern. Die Aktienkurse und Vermögenspreise schießen durch die Decke. Während die „Realwirtschaft“ geschrumpft ist, blähen sich astronomische Finanzblasen auf. Schulden ohne Ende – da kann auch die Linkspartei nicht abseits stehen. Riexinger fordert den „linken Green New Deal“, „für ein neues soziales und ökologisches Wohlstandsmodell“ jährlich mindestens 130 Milliarden Euro.

 

Wo gerade der Bund allein für dieses Jahr schon 240 Milliarden neue Schulden beschlossen hat. Und da sollen für ein linksgrünes Wolkenkuckucksheim weitere Zig-Milliarden draufgesattelt werden? Das klingt betörend und entspricht den Träumen vieler der grün-rosa Klimabewegten, es ist aber eine Rechnung ohne das Kapital. Woher, von wem wird denn im Kapitalismus das viele Geld letztlich genommen?? Auch in einem grünlichen Kapitalismus wird die Ausbeutung bleiben, wird Armut bleiben, werden Krisen, Imperialismus und Kriegsgefahr bleiben. Schon jetzt reden sie von der Rente bis 69 – das dicke Ende wird kommen – spätestens nach den nächsten Wahlen