Walsum, Halle, Chemnitz

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Gedenkkundgebungen zum 8. Mai

Am gestrigen 76. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus und ICOR-Kampftag gegen Faschismus und Krieg fanden zahlreiche antifaschistische Kundgebungen statt. "Rote Fahne News" veröffentlicht heute und morgen Berichte und Korrespondenzen.

Korrespondentinnen und Korrespondenten
Gedenkkundgebungen zum 8. Mai
8.-Mai-Gedenkfeier in Walsum (rf-foto)

Knapp vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnten in Duisburg-Walsum der kleinen Gedenkkundgebung vor dem dortigen Denkmal für die Opfer der Naziherrschaft bei.  Eingeladen hatten MLPD und REBELL. Der Redner würdigte unter anderem die „größte Aktionseinheit“ der Geschichte gegen den Faschismus mit der Antihitler-Koalition. Das war ein Zusammenschluss von 50 Staaten unter der Führung der sozialistischen Sowjetunion und den imperialistischen Mächten USA und Britisches Königreich gegen die faschistischen Aggressoren Deutschland, Italien und Japan. Sie kam auf wesentliche Initiative von Stalin zustande und weil sogar ausgesprochen reaktionäre Staatsführer, wie Winston Churchill, ihren Hass auf den Kommunismus zeitweilig zurückstellen mussten. Ohne dieses komplizierte Bündnis hätte es am 8. Mai 1945 den Tag der Befreiung nicht gegeben. ... Die wichtigste Lehre daraus bis heute ist, dem Antikommunismus keine Chance zu geben. Davon hängt wesentlich ab, ob in Zukunft noch größere Anforderungen für einen breiten kämpferischen Zusammenschluss der Massen gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen und Monopole gemeistert werden können. Das eindrucksvolle drei Jahre vor Beginn des 2. Weltkrieges entstandene russische Lied „Vaterland, kein Feind soll dich gefährden“ eröffnete die Veranstaltung. Sie hatte mit der Niederlegung eines Blumenbuketts und dem von einem Rebell vorgetragenen Schwur von Buchenwald weitere Höhepunkte. Einstimmig wurde eine Protestresolution gegen das Ordnungsamt der Stadt Duisburg verabschiedet, die eine geplante große Kulturveranstaltung in der Stadtmitte verbot und dort unter Vorwand des Gesundheitsschutzes auf dem größten Platz der Stadt nur 50 (!) Teilnehmer zulassen wollte. Das war mit ein Grund, warum es am selben Tag mehrere Kundgebungen an verschiedenen Orten auf dem Stadtgebiet gab. Die Lieder "Moorsoldaten" und "Bella Ciao" rundeten die Veranstaltung ab.

 

Aus Halle berichten Korrespondenten: "8. Mai 2021- an den Denkmälern für die sowjetischen Soldaten und Offiziere in Halle, die heldenhaft gegen die Hitlerfaschisten kämpften und für unsere Freiheit ihr Leben ließen. Freunde und Genossen von MLPD, DKP und des Jugendverbands Rebell gedachten am 8. Mai 2021 erstmals gemeinsam in Halle der teuren Toten. Die wichtigste Schlussfolgerung am heutigen Tag war, das wir gemeinsam die Spaltung überwinden wollen. Eine "Interessengemeinschaft zur Bewahrung und Pflege antifaschistischer Denkmäler in Halle (Saale)", die kürzlich von DKP und MLPD in Halle ins Leben gerufen wurde, widmet sich als erstes der Rückkehr des Denkmals für den im Kampf gegen die Hitlerfaschisten gefallenen 19-jährigen sowjetischen Komsomolzen, dem Gardesoldaten und Held der Sowjetunion, Allexander Matrossow. Sein Denkmal stand im Leninpark (heute Stadtpark) in Halle. Nach der Wiedervereinigung ließen die Antikommunisten das Denkmal in eine Ecke des Südfriedhofs von Halle verbringen. Zerstören, das hatten sie sich nicht getraut. Am 1. Mai 2021 begann die Interessengemeinschaft mit einer Unterschriftensammlung für die Rückkehr des Denkmals an seinen ursprünglichen Platz. Viele Hallenserinnen und Hallenser haben schon unterschrieben. Kundgebungen und Demonstrationen werden folgen. Wir lassen den Antikommunisten keine Chance!"

 

Raimon Brete aus Chemnitz berichtet: "Am 8. Mai gedachten viele Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger der Soldatinnen und Soldaten der Alliierten Armeen, der Partisanen und Bürger im Widerstand sowie der zivilen Opfer der faschistischen Barbarei und verneigten uns vor allen, die uns 1945 die Befreiung vom Faschismus brachten. Das Gedenken fand und findet unter den Corona-Bedingungen und Auflagen am 8. und 9. Mai von 10 bis 17 Uhr auf dem Sowjetischen Friedhof, Richterweg, in Chemnitz statt. Besonders die Rote Armee hat gemeinsam mit den Alliierten unter größter Aufopferung und Millionen von Gefallenen ihr Land und maßgeblich ganz Europa vom Faschismus befreit."