Leserbrief

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Kolumbien: „Solidarität für dieses wunderbare, starke Volk"

Zum Artikel „Sieben Millionen beim landesweiten Streiktag in Kolumbien“, der am 1. Mai auf "Rote Fahne News" erschienen ist¹, erhielt die Rote Fahne Redaktion den folgenden Leserbrief:

Von Peter Blöth

Der Generalstreik in Kolumbien ist mit dem 1. Mai nicht beendet und durchzieht bis zum heutigen Tag das ganze Land. Trotz massiver Polizeigewalt lässt sich dieses Volk nicht mehr einschüchtern.

 

Neben der Gewalt gegenüber der Bevölkerung sind die wichtigsten Straßen gesperrt, so dass keine Lebensmittel geliefert werden können. Die Geschäfte sind leer. Die Menschen Hungern und sind verzweifelt. Die Polizei griff am 3.Mai sogar den UNO-Beobachtungsposten in Cali mit Schusswaffen an.

 

Ich frage jetzt die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Abgeordneten des Bundestages, was sie gegen das Morden der Regierung Kolumbiens unter dem Präsidenten Iván Duque unternehmen wollen? Seit Jahren sind der Regierung diese Probleme bekannt und und sie schweigt dazu. Großspurig behauptet sie, für Menschenrechte einzustehen und ist schnell dabei, Sanktionen zu verhängen. Nun frage ich, wo die Sanktionen gegen die kolumbianische Regierung und die entsprechenden Eliten des Landes bleiben.

 

Nach Angaben von Indepaz kam es zu 176 Massakern während der Regierungszeit von Präsident Iván Duque. Sogar die USA, als wichtigster Verbündeter Kolumbiens, kommt im Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums für das Jahr 2020 aufgrund der Tötungen und Übergriffe der Sicherheitskräfte an Zivilisten unter der Regierung von Iván Duque zu kritischen Tönen. Ich mache sie, als Regierung und Abgeordnete, verantwortlich für die Tötung, Vertreibung, Verschleppung und Vergewaltigungen die gegenwärtig in diesem Land geschehen. Ihre Pflicht wäre es, dagegen einzuschreiten. Ich rufe die Menschen weltweit auf Solidarität für dieses wunderbare und starke Volk zu bekunden.