1. Mai

1. Mai

Tübingen: Viel mehr Jüngere dabei

Als wir 20 Minuten vor Beginn am Sammelplatz ankamen, war der ziemlich leer. Die Sambagruppe „Rhytms of resistance“ sorgte schon für tolle Stimmung und „führte“ dann den immer längeren Demozug zum Marktplatz.

Von einer Korrespondentin
Tübingen: Viel mehr Jüngere dabei
!.-Mai-Demonstration in Tübingen (rf-foto)

Mit Abstand und Masken  folgten diesmal sehr unterschiedliche Gruppen dem kurzfristigen DGB- Aufruf zu Demo und Kundgebung am 1. Mai.  Viel mehr Jüngere als sonst waren dabei, so auch die Gruppe „Womat“, in der wir mitmachen. Sie kritisiert die Coronapolitik von links.

 

Der Marktplatz war locker gefüllt, wir schätzen 350-400 Teilnehmer bei der Kundgebung. Vier Reden hatte der DGB festgelegt, andere waren nicht zugelassen, auch keine Infotische. Der Frauenverband Courage kam deshalb mit einem zum Infopoint umgestalteten Bollerwagen, eine nachahmenswerte Idee.

 

Der Hauptredner (IG Metall) kritisierte kämpferisch die Zustände in der Pandemie, und wie wichtig es sei, dass der DGB  am 1. Mai nach der Pause 2020 wieder auftritt (s.u.), die vielfältigen Forderungen der Beschäftigten solidarisch auf die Straße trägt. Er griff auch viele Fragen des ganzen Lebens auf: Wohnen (Tübinger Mieten seien die fünfthöchsten in Deutschland), die Not der Eltern, der Minijobber usw. und bekam viel Beifall.  Er forderte eine Untergrenze von 1200 € für Kurzarbeitergeld.

 

Wir traten mit Transparent und Verkauf auf: es gab viele Gespräche, etliche Exemplare des Rote Fahne Magazins, das Buch "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus" und viele Maiaufrufe wurden unter die Leute gebracht und Unterschriften für „Gib Antikommunismus keine Chance!“ gesammelt.