Gib Antikommunismus keine Chance!

Gib Antikommunismus keine Chance!

Seid ihr Pegida?

Montag, 10. Mai – Dresden, Pragerstraße - Montagsaktion: Die Tarifbewegung in der Metall- und Elektroindustrie und die Solidarität mit den mutig kämpfenden Kolleginnen und Kollegen war das Schwerpunktthema. Interessante Informationen gab es dazu am offenen Mikrofon. Man spürt, wie dieser Kampf um die „Angleichung“ die Menschen bewegt. Ich nutze die Zeit und spreche verschiedene Passanten an: Jung und alt, Männer, Frauen, Menschen verschiedener Nationalität. So erhielt ich in 20 Minuten sieben Unterschriften.

Korrespondenz

Die Aufgeschlossenheit war groß. Drei junge Schülerinnen, 8. Klasse, meinten: „Wir dachten, ihr seid hier von 'Pegida'“. Ich zeige auf die ausliegenden Transparente, „Gegen 'Pegida' — Montag ist Widerstandstag“, „Protest ist links“. Sie lächeln und freuen sich. Dann stelle ich ihnen die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ vor. „Toll“, die erste greift zum Kuli und unterschreibt.

 

Wir sprechen weiter. Sie berichten, dass sie auch montags aktiv gegen „Pegida“ demonstrieren. Ob die denn heute da wären? „Ja - nachdem der Inlandsgeheimdienst nach fünf Jahren Recherche doch tatsächlich zufällig im Superwahljahr festgestellt hat, dass dort Nazis und Rassisten gemeinsam mit Corona-Leugnern marschieren und sie zum Verdachtsfall eingestuft haben, haben sie ihr Kommen wieder angekündigt.“ Sie lachen, alle unterschreiben - stolz auch „öffentlich“. Wir bleiben weiter in Kontakt.

 

Ein älteres Ehepaar bleibt stehen. Ich spreche sie an. „Wir sind über 90, wir haben genug gekämpft“, sagte die Frau. Ihr Mann liest in Ruhe: „Das unterschreibe ich.“ Seine Frau geht weiter. Ruhig setzt er sich, unterschreibt und meint: „Da habt ihr Recht. Viel Erfolg“ und geht seiner Frau nach. Ich spreche zwei junge Frauen an, vielleicht kommen sie aus dem arabischen Raum, so sehen sie aus. „Wir kamen vor acht Jahren aus Tschetschenien“, und sprechen fließend Deutsch. Sie lesen den Aufruf: „ Ja wir sind auch gegen rechts, gegen den Faschismus und gegen Rassismus“, und unterzeichnen. Eine jüngere Frau bleibt stehen und hört zu: „Was ist das“? Ich erkläre es ihr kurz. Sie lächelt: „Da bin ich dabei“, und während sie unterschreibt, frage ich neugierig: „Was machen Sie sonst?“ Sie ist Studentin, und: „Ja - ich bin hier auch aktiv gegen 'Pegida' und diese Nazis“.