Iran

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Streik und Demos der Ölarbeiter

Im Iran meldeten sich am 10. Mai Arbeiter aus den staatlichen Betrieben der Öl- und Gasförderung und aus den Raffinerien mit Streiks und Demonstrationen in acht vorwiegend südiranischen Städten wieder zu Wort: In Abadan, Ahwas, Chorramschah, Buschehr, Shiraz, Rascht sowie Isfanhan und Teheran.

Korrespondenz

Sie fordern die Auszahlung der Löhne und Lohnerhöhung: „Wir streiken, weil wir trotz 15 Stunden Arbeit am Tag ohne Lohn und Krankenversicherung sind. Unsere Familien haben nichts zu essen. Auch wenn wir Lohn bekommen, reicht das nicht zum Leben.“ „Die Situation ist schlimmer als zu Zeiten des Iran-Irak-Kriegs (Erster Golfkrieg, 1980 bis 1988, Anm. d. Red.).“

 

Auf ihren Schildern und Transparenten betonen sie den Klassenantagonismus: „Wir sagen der Regierung: Uns ist es nicht egal, ob wir zu unserem Recht kommen! Wir denken anders als ihr!“ „Meine Familie und ich brauchen die uns zustehende Leistungen! Ich bin Arbeiter. Wir sind nicht gleich. Ihr könnt uns nicht verstehen!“¹

 

Die Arbeiter aus der Erdölindustrie waren der entscheidende Teil des iranischen Industrieproletariats zum Sturz des neokolonialistischen Schah-Regimes in der Revolution 1979.