Dortmund 8. Mai

Dortmund 8. Mai

Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung bei Thyssenkrupp

Wie jedes Jahr hatte die Vertrauenskörperleitung der IG Metall von Thyssenkrupp Steel am Standort Dortmund zum Gedenken an den Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus zur Kranzniederlegung aufgerufen.

Korrespondenz

Dem Aufruf waren am 10. Mai knapp fünfzig Kolleginnen und Kollegen gefolgt. „Schade, dass heute Berufsschule ist, sonst wären auch alle Auszubildenden gekommen. Diese Veranstaltung ist wichtig für die Jugend, damit die Verbrechen des Faschismus und die Lehren für heute lebendig bleiben,“ sagte die Leiterin der Vertrauenskörperleitung. Dazu gehört auch, dass Stahlkonzerne wie Krupp, Thyssen oder Hoesch maßgeblich verantwortlich für die Errichtung der faschistischen Diktatur waren.

 

In ihrem Beitrag spannte die Kollegin den Bogen von den Verbrechen des Hitler-Faschismus, dem Terror gegenüber der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, gegenüber den Völkern Europas und der Ermordung der Juden, Sinti und Roma zu heute. „Zuerst warf Hitler die Kommunisten, dann die Sozialisten, Gewerkschafter und aufrechte Demokraten in die KZs. Weil die Arbeiterbewegung gespalten war, konnte die Errichtung der faschistischen Diktatur nicht verhindert werden. Eine Konsequenz daraus war die Gründung von Einheitsgewerkschaften nach dem Zweiten Weltkrieg. Daran müssen wir festhalten und uns entschieden gegen die faschistische Gefahr, gegen Rassismus, Antisemitismus und Antikommunismus stellen.“

 

Ein Vertreter des Betriebsrates ging in seiner Rede darauf ein, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter im Betrieb entschieden gegen jede Form von Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit Stellung beziehen müssen. Angesichts der Rechtsentwicklung der Regierungen, der wachsenden Weltkriegsgefahr und des Faschismus sollte das Beispiel dieser Veranstaltungen Schule machen und fester Bestandteil jeder Gewerkschaftsarbeit werden.