Erster Todestag von George Floyd

Erster Todestag von George Floyd

Die Bewegung ist noch auf der Straße

Vor einem Jahr tötete der weiße Polizist und Rassist Derek Chauvin den Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis.

Von ffz

Aus der Wut und aus dem Protest dagegen begründete sich die Black-Lives-Matter-Bewegung, die monatelang mit Massenprotesten in den Städten der USA gegen rassistische Polizeigewalt im Alltag, Rassismus im Allgemeinen und den faschistoiden ultrareaktionären Ex-Präsidenten Donald Trump auf der Straße war. Unter anderem war sie mit dafür verantwortlich, dass Trump nicht wiedergewählt wurde. Der Mörder Chauvin muss - auch wegen des massiven Drucks von der Straße - vermutlich lebenslang hinter Gitter.

Und heute?

Auch wenn die Proteste mittlerweile keine Massenproteste mehr sind und die bürgerlichen Massenmedien sie Schritt für Schritt klein schreiben wollen, gibt es die Bewegung noch. Zum ersten Todestag von George Floyd sind in den meisten Städten der USA weiterhin Proteste angesagt. Die Bewegung ist kleiner geworden, aber sie ist bewusster geworden und richtet ihre Proteste nicht mehr nur gegen Rassismus und Polizeigewalt, sondern auch gegen das „ganze System". So erklärt eine der Organisatorinnen gegenüber www.tagesschau.de: „Wenn wir wählen gehen und doch nur das System aufrechterhalten, das nichts für uns tut? Wenn wir Leute bitten, deren Viertel wie Müll ausschaut, wählen zu gehen? Die bräuchten erst mal Essen auf dem Tisch.“