Heidelberg

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Ein interessanter 'Schlagabtausch' mit überraschendem Ergebnis

Im Rahmen unserer monatlichen Verkaufseinsätze vor „nahgut“ in Heidelberg-Kirchheim kam es am 8. Mai zu einem interessanten „Schlagabtausch“ mit einem überraschenden Ergebnis.

Korrespondenz

Meine Mitstreiterin sprach einen Kunden auf die Unterstützungsunterschrift an, was er jedoch ablehnte. Ich hatte das so gar nicht mitbekommen, weil ich an anderer Stelle stand. Als sie eine kurze Pause machte, nahm ich ihren Standort ein. Der genannte Mann kam aus dem Supermarkt heraus und meinte zu mir: „MLPD und Sozialismus – das ist doch nicht mehr zeitgemäß!“

 

Ich erwiderte ihm: „Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Das war nie zeitgemäßer als jetzt. Der Kapitalismus ist doch nicht in der Lage, auch nur ein grundlegendes Problem der Menschheit zu lösen. Gucken sie sich doch nur mal den Umgang mit der Corona-Pandemie an!“ Er: „Da haben Sie allerdings recht. Ich bin halt ziemlich gefrustet.“ Dann erzählt er von seinen enttäuschenden Erfahrungen bei der SPD, dann bei den Grünen. Beim KBW habe er auch mal „reingerochen". (Der Kommunistische Bund Westdeutschlands [KBW] war eine kleinbürgerliche Gruppe in der sogenannten ML-Bewegung, die sich Anfang 1985 aufgelöst hat und in den Grünen aufging, Anm. d. Red.)

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus

Stefan Engel

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Der Sozialismus funktioniere halt nicht, weil man dazu Menschen braucht, die es nicht gibt. „Aber wofür braucht ihr die Unterschriften?“ Ich erkläre es ihm kurz und gehe noch auf den angeblich angeborenen Egoismus der Menschen ein. Er wird immer nachdenklicher, unterschreibt dann beide Listen: Für Baden-Württemberg und für unseren Direktkandidaten Bernhard Schweigert.

 

Zum Schluss fragt er dann noch: „Und wo trefft ihr Euch?“ Ich frage ihn, ob ich die Adresse verwenden darf. Er: „Na klar!“ Fazit: Dieses kleine Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, sich dem weltanschaulichen Kampf zu stellen, auch wenn es sich nur um ein relativ kurzes Gespräch handelte.