Gera

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Gerechtigkeit für Palästinenser! Nein zum Antisemitismus!

Am Samstag, dem 22. Mai, demonstrierten ca. 100 Menschen, Palästinenser, Migranten aus anderen arabischen Ländern und Deutsche, darunter viele Kinder und Jugendliche, gemeinsam unter dem Motto: „Gerechtigkeit für Palästinenser! Nein zum Antisemitismus!“ Die Demonstration ging durch Wohnviertel der Innenstadt und an vielen kleinen Lebensmittelgeschäften vorbei.

Von pi
Gerechtigkeit für Palästinenser! Nein zum Antisemitismus!
Die Demo durch Gera (rf-foto)

Die Stimmung auf der Demonstration war sehr lebhaft und kämpferisch: Mit Musik und Sprechparolen auf Arabisch und Deutsch. Immer wieder ertönte: „Free, Free Palestine!“ Vorne dran ein Transparent mit dem Hauptmotto. Zahlreiche Fahnen wehten: von Palästina, Syrien, MLPD, Jugendverband REBELL, Internationalistischem Bündnis und Solidarität International (SI). Die Corona-Auflagen wurden mithilfe zahlreicher eigener Ordner sehr diszipliniert eingehalten.

 

Die Vorbereitungen zur Demonstration fanden innerhalb weniger Tage statt. Gemeinsam haben syrische und palästinensische Freunde mit Mitgliedern der MLPD und von Solidarität International eine Initiative zur Demo gebildet und sich auf einige einprägsame Regeln geeinigt. Die Ostthüringer Zeitung brachte einen kurzen Ankündigungsartikel.

 

Auf der Demonstration sprach der syrische Freund Qutada auf Arabisch und Deutsch. Er ging ausführlich auf die historischen Wurzeln des Konflikts ein und prangerte die israelische Regierung dafür an, dass sie sich weigert, UNO-Beschlüsse anzuerkennen. „Wir sind heute hier, um die Entscheidung für den Krieg von Politikern überall zu erschweren.“

 

Dieter Ilius sprach für das Internationalistische Bündnis: „Auch wenn vor kurzem ein brüchiger Waffenstillstand vereinbart worden ist, diese Demonstration ist dennoch auf jeden Fall notwendig und richtig. Die historischen und aktuellen Gründe für diesen Krieg und die Rebellion der palästinensischen Menschen in Israel existieren weiterhin. Wir sagen ‚nein‘ zur völkerrechtswidrigen Annexions- und Vertreibungspolitik durch die Netanjahu Regierung!“

 

Von SI-Mitgliedern wurden Auszüge aus der Presseerklärung von Solidarität International vorgetragen und 75 Euro Spenden für das Partnerprojekt im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin wurden gesammelt. REBELL-Genossen trugen stolz ihre Fahnen und sprachen mit einer Reihe von Jugendlichen, um sie für eine weitere Zusammenarbeit zu gewinnen. Die Ostthüringer Zeitung berichtete in ihrer Online-Ausgabe mit einer großen, schönen Bilderstrecke und einem kurzen Bericht.