Covid-19

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Zahl kindlicher Gewaltopfer 2020 stark gestiegen

Die Regierungen von Bund und Ländern sind in den eineinhalb Jahren seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit Kindern und Jugendlichen sehr verantwortungslos umgegangen.

Rote Fahne
Zahl kindlicher Gewaltopfer 2020 stark gestiegen
Gewalt und sexuelle Gewalt gegen Kinder haben zugenommen (shutterstock_1096650533)

Kitas und Schulen blieben offen, als längst erwiesen war, dass Kinder und Jugendliche sich mit dem Coronavirus anstecken und auch daran erkranken können. Die Forderungen nach geteilten Klassen, Tests von Kindern und Lehrkräften und Luftfiltern bleiben weitgehend ungehört. Die Lasten der Krise, darunter der halbherzigen Lockdown-Maßnahmen der Regierungen, wurden auf Kinder, Jugendliche und Familien abgewälzt. 

 

Die Medizinerplattform im Internationalistischen Bündnis, MLPD und REBELL haben ja bekanntlich einen echten Lockdown auf Kosten der Monopole gefordert. Dabei haben sie sich richtig in die Lage der Kinder, der Familien hineingedacht, und Überlegungen angestellt, die auch darüber hinaus Bedeutung haben. In ihrem Buch „Covid-19 – neuartig, gefährlich, besiegbar!“ schreiben Dr. Günther Bittel, Dr. Willi Mast und Günter Wagner: „Weitere schwerwiegende gesundheitliche, soziale und psychische Folgeschäden müssen verhindert werden.. ... Gerade gegenüber Kindern und Jugendlichen muss diese Zeit genutzt werden, dass die Kinder- und Schülerbetreuung in konstanten Klein- und Kleinstgruppen gewährleistet wird, gegebenenfalls mit zusätzlichen Neueinstellungen, Elternmithilfe und freiwilligen Helfern. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen darf nicht vollständig auf die Familien zurückgeworfen und Unterricht und Spielen mit Freunden total eingefroren werden. Wir sehen das auch als Chance zu einem nachhaltigen jugend- und schulpolitischen Neuanfang über die Pandemie hinaus – weg von überfüllten Klassen und Auslesemethoden!“

Covid-19 - neuartig, gefährlich, besiegbar!

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Fundierte Aufklärung - gegen Verharmlosung und Panikmache gleichermaßen

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Es ist dem Versagen des Corona-Krisenmanagements der Bundesregierung zuzurechnen, dass die noch heute richtigen und wichtigen Vorschläge von MLPD und Internationalistischem Bündnis in den Wind geschlagen wurden. Eine schlimme Konsequenz belegt die Polizeistatistik über kindliche Gewaltopfer 2020, die am 26. Mai in Berlin vorgestellt wurde. Demnach stieg die Zahl der Kindesmisshandlungen im Lockdown-Jahr 2020 um 10,8 Prozent, von 4100 auf 4542 Fälle. Der Anstieg bei Opfern unter sechs Jahren lag sogar bei 11,5 Prozent (1937 Fälle). 16.921 Kinder waren sexueller Gewalt ausgesetzt. Das sind 985 mehr als im Vorjahr (6,1 Prozent). 142 Kinder wurden getötet, erschlagen oder zu Tode geprügelt – 40 mehr als im Vorjahr (Anstieg 36 Prozent). Einen Tötungsversuch überlebten 134 Kinder. Zum Tatzeitpunkt waren 66 von ihnen nicht einmal sechs Jahre alt. Die Dunkelziffer liegt noch höher. Diese Taten sind unentschuldbar; man aber sehen, dass eine materielle Grundlage für die Zunahme häuslicher Gewalt die Überforderung der Familien war. Die Einschränkung sozialer Kontakte über das corona-bedingt Notwendige hinaus führte auch dazu, dass gequälte Kinder oftmals nicht wussten, an wen sie sich wenden können.

 

Dieser Regierung im Interesse der Gesundheit der werktätigen Massen und der Kinder keine Stimme mehr bei der Bundestagswahl! Die Internationalistische Liste / MLPD solidarisiert sich mit den Kindern, die Opfer von Gewalt wurden und werden. Sie fordert, dass alle Verantwortlichen dafür hart bestraft werden.