Heilbronn

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Kämpferische Kundgebung gegen § 129 a/b

Über 100 Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen letzte Woche auf den Heilbronner Kiliansplatz zu einer Kundgebung des kurdischen Gesellschaftszentrums gegen die Verhaftung von drei Aktivisten. Einer von ihnen, Abdullah Ö., war zum Zeitpunkt seiner Verhaftung auf Besuch in Heilbronn.

Korrespondenz
Kämpferische Kundgebung gegen § 129 a/b
Kämpferische Kundgebung in Heilbronn (rf-foto)

Die drei Verhafteten haben keine Straftaten begangen. Ihnen wird die aktive Mitarbeit an der PKK zum Vorwurf gemacht, die in Deutschland als „ausländische terroristische Vereinigung“ behandelt wird.

 

Das gemeinsame Anliegen der Demonstranten war der Kampf gegen § 129 a/b und für die Freilassung der politischen Gefangenen. Der Vertreter der MLPD hob in seiner Rede hervor, dass wir gemeinsam gegen den Imperialismus kämpfen müssen. Demokratische Rechte müssen verteidigt werden gegen die antikommunistische Methode, revolutionäre Arbeiter und Freiheitskämpfer allein aufgrund ihrer Weltanschauung oder Parteizugehörigkeit zu kriminalisieren.

 

In einem sehr engagierten Beitrag veranschaulichte die Vertreterin des kurdischen Gesellschaftszentrums, welche Spendenkampagnen vom deutschen Staat kriminalisiert werden - zum Beispiel die Kampagne: „Initiative Frieden und Hoffnung für Kurdistan, Schenkt den Kindern ein Lächeln." "Bei dieser Kampagne ging es darum, den Kindern vom Flüchtlingscamp Maxmur und den Kindern von Sengal, also dem Gebiet, welches 2014 noch vom IS besetzt war, Neujahrsgeschenke zu kaufen. Wir haben mehrere tausend Euro eingesammelt und haben den Kindern Winterjacken, wasserfeste Schuhe, warme Kleidung und Süßigkeiten gekauft und nach Irak verschickt. Wir haben den Kindern, die täglich hungern, über deren Köpfe jede Stunde Militärflugzeuge fliegen, auch wenn es nur für einen Moment ist, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Wir haben sogar Gelder gesammelt, um Beatmungsgeräte nach Rojava zu verschickten, weil sich die Lage vor Ort aufgrund der Pandemie verschlechterte.“

 

Ein Jugendlicher aus dem Rojava-Komitee zeigte die Kriegspolitik und Verbrechen des türkischen Staats auf. Die Forderung, dass die Bundesregierung jegliche Zusammenarbeit mit dem faschistischen Regime in der Türkei sofort beenden muss, findet breite Unterstützung.