Dortmund

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Rundtour zur Einladung auf das Kindercamp

Letzte Woche hatten wir vom REBELL und den Rotfüchsen wieder Rotfüchse im Zweier-Team. Zuerst haben wir erfahren, dass das Motto vom neuen Rotfuchsprogramm „Gemeinsam gegen Kinderarmut!“ ist.

Korrespondenz vom Jugendverband REBELL

Dazu haben wir einen Film der Rotfuchsleitung angeschaut. Und danach den Flyer vom Sommercamp des Jugendverband REBELL, das dieses Jahr – wenn es Corona erlaubt – stattfinden soll! Denn Teil des Kampfs gegen Kinderarmut ist auch, dass sich alle Kinder und ihre Familien Erholung und Urlaub leisten können.

 

Danach sind wir dann einzelne Rotfüchse und ihre Eltern besuchen gefahren, um sie für das Kindercamp einzuladen. So wurde das Motto des Rotfuchsprogramms gleich ganz praktisch! Dabei haben wir nämlich erfahren, dass sich eben viele Familien, auch einen im Verhältnis günstigen Urlaub wie das Kindercamp nicht leisten können. Auf jeden Fall waren die Reaktionen ganz unterschiedlich. Aber alle fanden Bauen, Waldspaziergänge, Frühsport und das Thema „Mutige Vorbilder für mutige Rotfüchse“ super!

 

Manchmal schwang auch etwas Unbehagen mit: Zum ersten Mal mit sieben Jahren ohne Mama? So sagte ein Rotfuchs: „Ohne Mama, dass trau ich mich nicht!“ Mit großen Augen schaute er sich aber die Bilder auf dem Flyer an. Eine andere sagte: „Ohja, ich will aufs Camp! Aber wenn die Mama kein Geld hat, dann das Kind auch nicht. Ich kann nicht kommen. Meine Mama hat nur noch zwei Geldscheine für diesen Monat.“

 

Und dann besuchten wir noch eine kurdische Familie, die aus der Türkei fliehen musste. Sie freuten sich total! Sie wollen unbedingt raus, denn sie fühlen sich wie in einem Gefängnis, sagten sie, denn sie dürfen sich von ihrem Wohnort nur 30 km entfernen, manchmal kommt sie sogar jemand vom Amt besuchen und schaut sich ihre Wohnung an. Leisten können sie es sich aber nicht.

 

Also der Kampf um die Zuschüsse, sich frei bewegen zu dürfen und das Recht auf Urlaub und Erholung zu haben, gerade nach dem letzten Jahr mit der Corona-Pandemie, fängt jetzt erst richtig an! Auf jeden Fall wollen wir Zuschüsse beim Amt beantragen und Finanzaktivitäten machen. Wichtig war auch zu wissen, dass, wenn das Camp wegen Corona nicht stattfinden kann, dass man das Geld dann zurückbekommt.