Opel-Aktionstag

Opel-Aktionstag

Unsere Solidarität muss stärker sein als Stellantis‘ Erpressung!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, herzliche und solidarische Grüße aus dem zentralen Ersatzteilelager von Opel in Bochum an den heutigen Aktionstag in Rüsselsheim!

Von OFFENSIV – Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit
Unsere Solidarität muss stärker sein als Stellantis‘ Erpressung!
Auch über Konzerngrenzen hinweg solidarisch: Opel-Kollegen aus Eisenach unterstützen die VW-Belegschaft in Zwickau bei einem Warnstreik (rf-foto)

Das ist eine richtige Antwort auf die immer offenere und unverschämtere Erpressung der ganzen Konzernbelegschaft durch Stellantis, PSA und Opel. 1000 Arbeitsplätze haben sie allein in den deutschen Opel-Werken vernichtet und unsere Löhne gekürzt, und nennen das dann „Zukunftssicherung“! In Bochum will uns Stellantis gegen unsere Kollegen in den französischen und italienischen Zentrallagern ausspielen und zum Verzicht auf Weihnachts– und Urlaubsgeld, zur Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich erpressen. Wir reden hier nicht über einen notleidenden Betrieb: Als weltgrößter Autokonzern hat Stellantis mitten in der aktuellen Weltwirtschafts– und Finanzkrise Rekordprofite aus uns herausgepresst. Um seine Aktionäre noch reicher zu machen und VW und Toyota den Krieg zu erklären, wollen sie das weiter verschaffen. Dem müssen wir Arbeiter, Angestellte und Auszubildende entschlossen entgegentreten!

 

Unsere IG Metall als eine der größten Einzelgewerkschaften der Welt hat die nötige Schlagkraft und Ausdauer, um auch gegen einen Monopolkonzern wie Stellantis zu bestehen. Aber damit wir unsere Arbeiterinteressen durchsetzen können, darf in den deutschen und auch den internationalen Standorten und Werken kein Blatt Papier zwischen uns passen. Damit wir uns durchsetzen können, kann dieser Aktionstag, an dem wir uns gerne auch aktiv beteiligt hätten, nur ein erster Schritt sein. Wir Bochumer werden nie den weltweiten Aktionstag am 19. Oktober 2004 vergessen, als Opel– und GM-Arbeiter in 15 Ländern zu Zehntausenden auf die Straße gingen. Er war damals der Höhepunkt unseres siebentägigen selbstständigen Streiks, mit dem wir die Schließung der Fahrzeugfertigung in Bochum für zehn Jahre verhinderten. Wir haben damals gelernt: Wer kämpft, der bekommt doch Solidarität!

 

In diesem Sinne wünschen wir dem heutigen Aktionstag einen vollen Erfolg und uns allen weitere mutige und kämpferische Schritte der Solidarität gegen die Erpressung und Profitpläne von Stellantis!