Samos

Samos

Kundgebung in Solidarität mit Flüchtlingen

Am vergangenen Sonntag demonstrierten Einheimische und Flüchtlinge auf Samos gegen die Eröffnung des neuen Flüchtlingslagers auf der Insel Samos.

Korrespondenz aus Lesbos
Kundgebung in Solidarität mit Flüchtlingen
Luftaufnahme des Lagers Kara Tepe auf Lesbos

Einheimische forderten das Ende des EU-Türkei-Deals und Alternativen zur Aufnahme von Asylbewerbern, die auf den Inseln ankommen, um die Menschenrechte zu achten, zu schützen und zu erfüllen. Der Aufbau neuer Lager in der Ägäis wird zu weiteren Menschenrechtsverletzungen führen. Die Hauptlosung der Demonstranten war: „Keine Lager-Gefängnisse, sondern Bau von menschenwürdigen Unterkünften auf den Inseln und sofortige Verlagerung nach Europa, um einen Asylantrag stellen zu können.“

 

Der Regionalgouverneur der Ägäis-Region, K. Moutzouris, hetzt wieder gegen die Flüchtlinge. Er sagte öffentlich, dass die Ursache für die hohen Zahl der Corona-Infektionen in Lesbos an den Flüchtlingen liege und forderte deren vollständige Einsperrung. Er verbreitet bewusst Lügen. Erst kürzlich wurde in den Medien in Lesbos veröffentlicht, dass in den letzten anderthalb Jahren in Mytilene und den Dörfern von Lesbos Hunderte von Bürgern erkrankt und mehr als 50 gestorben sind. Alles Fälle, die nichts mit der Anwesenheit von Flüchtlingen zu tun haben.

 

Das Covid-19-Virus kommt von außen in das Camp. Statt uns einzusperren, fordern nicht nur die Flüchtlinge, sondern viele Menschen von den Inseln die sofortige Freilassung der Menschen und ihre Überführung auf das Festland auf Kosten des Ministeriums für Einwanderung. Es ist nicht hinnehmbar, dass Flüchtlinge mit anerkanntem Asyl nicht ausreisen können, weil sie sich die Fährtickets nicht leisten können.