Leserbrief

Leserbrief

Peter Ptassek als Botschafter in Kolumbien untragbar

Ein Leser schrieb uns zu den Aussagen des deutschen Botschafters in Kolumbien, Peter Ptassek:

Von Peter Blöth

Einem Bericht der Zeitung Amerika21 vom 4.6.2021 ist zu entnehmen, dass der offizielle Vertreter der Bundesrepublik in Kolumbien, der Botschafter Herr Peter Ptassek, Verständnis für das Verhalten der sogenannten Bürgerwehren in Kolumbien aufbringt.

 

Die kolumbianische Bürgerwehr, eine offizielle paramilitärische Organisation, geführt und unterstützt durch die kolumbianische Regierung, ist verantwortlich für zahlreiche Massaker, Morde, Verschleppung, Folter und Vergewaltigungen.

 

Dieser Vertreter der Bundesregierung Deutschland traut sich tatsächlich, Verständnis für diese Mörderbande aufzubringen. Er bezeichnet diese Leute als "gute Leute", weil sie sich gegen die sozialen Proteste organisieren.

 

Diese „guten Bürger“ - bewaffnet und von der Polizei geschützt - gehen unter Schusswaffeneinsatz gegen Demonstrantinnen und Demonstranten vor, was bereits eine große Anzahl von Todesopfern und Verletzten gefordert hat.

 

Dieser Mann sollte mal in eines der Elendsviertel von Bogota, Cali oder Buenaventura fahren, um zu sehen, wie 45 Prozent der kolumbianischen Bevölkerung leben. Die Leute gehen nicht auf die Straße aus Langeweile, es ist nackte Verzweiflung. Die „guten Bürger“ haben Angst, einen Teil ihre Privilegien zu verlieren, mit denen sie ja freigiebig durch die korrupte und rechtskonservative Regierung versorgt werden, auf Kosten der Menschen, die jetzt auf die Straße gehen.

 

Was unternimmt die Regierung der Bundesrepublik Deutschland gegen diese unqualifizierten Äußerungen? Dieser Mann ist auf diesen Posten nicht tragbar.

 

Mit freundlichem Gruß

Peter Blöth