Welttag der Ozeane

Welttag der Ozeane

Kampf für den Schutz der Weltmeere dringend notwendig!

Der 8. Juni wurde im Jahr 2009 von den Vereinten Nationen erstmals als Welttag der Ozeane ausgerufen. Er soll deutlich machen, dass die Ozeane unverzichtbar sind für das Leben auf der Erde. Nicht nur die Fische sind für unsere Nahrung wichtig.

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Die Ozeane sind bisher auch eine bedeutende Senke für das für das Klima schädliche Gas Kohlendioxid CO2. Etwa ein Viertel des von den Menschen verursachten CO2 werden von den Meeren absorbiert. Allerdings wird diese Funktion zunehmend geschwächt durch die Erwärmung der Meere.

 

Auch die Überfischung der Meere gefährdet ihre Funktion für unser Leben. Und die „Verschmutzung“ der Meere, wie es verharmlosend von der Bundeszentrale für politische Bildung beschrieben wird, gefährdet die Meere schon lange als Erholungsorte für die Menschen. Nicht nur der Plastik-Müll, der regelmäßig in den Medien als Problem für die Weltmeere genannt wird, ist eine Gefährdung für die Meerestiere und damit auch für die Menschen.

 

Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

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Nach den beiden Weltkriegen im letzten Jahrhundert wurden Tonnen von Munition und vor allem von Giftgasen einfach im Meer entsorgt. Die Fässer, in denen die Giftstoffe versenkt wurden, rosten vor sich hin – und durch! Die Giftstoffe gelangen an die Strände von Nord- und Ostsee und überall dort, wo ähnlich gehandelt wurde. Sie gefährden unmittelbar Menschenleben. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert in einem „Stichwort BAYER – Extra“ völlig zu Recht, dass diese Chemie-Gifte auf Kosten des BAYER-Konzerns geborgen werden müssen. Denn dieser Konzern war mitverantwortlich für ihre Produktion.

 

Auch das geplante Ablassen des durch die Katastrophe in Fukushima radioaktiv verseuchten Abwassers in den Pazifik ruft berechtigte Proteste in aller Welt hervor. Diese Abwässer seien völlig unbedenklich, da sie im Meer deutlich verdünnt würden, behaupten der japanische Atomkraftwerkbetreiber TEPCO und die japanische Regierung. Doch für radioaktive Strahlung gibt es keinen unteren Grenzwert! Auch in Deutschland wurden in den Anfangsjahren der Atomenergie-Nutzung radioaktive Abfälle in Fässern ins Meer gekippt. Heute noch werden radioaktive Abwässer aus den Wiederaufbereitungsanlagen für Atommüll in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) ins Meer geleitet. Die Forderung nach sofortiger Stilllegung aller Atomanlagen weltweit ist wichtiger denn je.

 

Die Beispiele unverantwortlicher Verschmutzung und Vermüllung der Weltmeere verdeutlichen die „mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur“, wie sie im Buch „Katastrophenalarm!“ von Stefan Engel beschrieben wird. Sie wird erst aufhören können, wenn der profitorientierte Kapitalismus der Geschichte angehört.