Berlin

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Keine Abschiebung nach Afghanistan!

Wir waren am Sonntag, dem 6. Juni 2021, am Brandenburger Tor, um gegen die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan zu protestieren. Dort war eine Kundgebung, weil wieder eine Massenabschiebung nach Afghanistan stattfinden soll.

Korrespondenz

Die Kundgebung war mit bunten Plakaten und lebendigen Redebeiträgen organisiert. Es wurde sehr schnell deutlich, dass Afghanistan kein sicheres Land ist:

 

  1. Die Menschen, die nach Afghanistan zurückkommen, werden oft verhaftet oder durch die Taliban verfolgt und umgebracht.
  2. Durch den Abzug der imperialistischen Truppen ist die Sicherheit im Land durch Talibananschläge akut gefährdet.
  3. Die Coronapandemie wütet mit der indischen Mutante
  4. Kein Mensch ist illegal! Bleiberecht für alle! Es ist menschenverachtend, wenn unsere Regierung Menschen nach Afghanistan abschiebt.

 

Die Demonstranten betonten, dass sie gegen die Abschiebung aller Flüchtlinge sind, nicht nur nach Afghanistan. Der Bruder von meinem Kollegen aus Afghanistan war gerade durch Corona gestorben. Die ganze Familie hat sich angesteckt, und uns war es ein Bedürfnis, gegen die menschenverachtende Politik der Regierung aktiv zu werden. Der Bruder hatte meinen Kollegen erst zur Politik gebracht, und es war uns wichtig, uns mit den Menschen in Afghanistan zu solidarisieren.

 

Wir diskutierten, wie wichtig das Impfen gegen die Coronapandemie ist. Nicht nur in Deutschland muss mehr Impfstoff da sein, sondern weltweit für alle. Deshalb fordern wir auch, dass die Pharmaindustrie, die am Impfstoff Milliarden verdient, den Patentschutz aufhebt und weltweit der Impfstoff für alle produziert wird und das kostenlos! Erst dann entstehen keine gefährlichen Mutanten mehr, die sich dann wieder weltweit verbreiten. Das zeigt doch, dass es der Pharmaindustrie und unserer Regierung nur um den Profit der Monopole geht und nicht um eine Gesundheitspolitik für alle Menschen.

 

Wir denken, Afghanistan muss befreit werden, aber durch die Menschen in Afghanistan und nicht durch imperialistische Truppen. Trotzdem ist es richtig , dass alle verfolgten Menschen aus Afghanistan uneingeschränktes Asylrecht bekommen. Durch dieses Erlebnis wurde uns wie oft in letzter Zeit deutlich, warum es so wichtig ist, sich politisch zu organisieren und sich international für eine befreite Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung einzusetzen!