Südafrika

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45. Jahrestag des Soweto-Aufstands

Am heutigen 16. Juni jährt sich die gewaltsame Niederschlagung der Schüler- und Studentenproteste im südafrikanischen Soweto zum 45. Mal.

Von ffz
45. Jahrestag des Soweto-Aufstands
Auch heute noch ist die Masse der südafrikanischen Jugend rebellisch (rf-foto)

Am 16. Juni 1976 demonstrierten über 20.000 Kinder und Jugendliche gegen das Bildungssystem des faschistischen, rassistischen Apartheidsregimes in Südafrika. 15.000 Polizisten marschierten auf und töteten im Auftrag der Regierung 575 junge Menschen. 3907 wurden verletzt. Zwar ist der 16. Juni unter der heutigen Regierung des Afrikanischen National Kongresses (ANC) Nationalfeiertag. Die Grundlage für dieses Massaker ist aber der Kapitalismus, den die neue, schwarze Bourgeoisie, die Südafrika heute regiert, nicht antasten will. Im Gegenteil: Korruption und Vetternwirtschaft sind nach wie vor Alltag in Südafrika.

 

So war eine Forderung der Jugendlichen von 1976 die nach freier, umfassender Bildung. Diese ist bis heute nicht erfüllt. Noch nicht mal ein Prozent des Bruttosozialprodukts wird für die Bildung aufgewendet. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt offiziell über 50 Prozent. Die reale Zahl wird deutlich höher eingeschätzt.

 

Die Überwindung von Kapitalismus und Imperialismus und die Erkämpfung des Sozialismus sind die Grundlage dafür, dass sich so etwas wie Soweto 1976 nicht wiederholt. Deshalb ist es wichtig, dass marxistisch-leninistische und revolutionäre Organisationen, wie die Kommunistische Partei Südafrikas/Marxisten Leninisten (CPSA/ML), die Mitglied der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) ist, gestärkt werden.