Fulda

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AfD-Psychoterror gegen "Fulda stellt sich quer"

Im Rechtsstreit um die folgende Pressemitteilung hat die AfD Fulda bzw. der Kreisgeschäftsführer, Pierre Lamely, ein Eilverfahren gegen "Fulda stellt sich quer" vor dem Landgericht Fulda beantragt. Die zuständige Richterin ist dem Antrag von Lamely nachgekommen und hat ein Verfahren für Donnerstag, 1. Juli, um 13 Uhr, vor dem Landgericht Fulda, Am Rosengarten 4, angesetzt. Wir würden uns über viel Solidarität vor und im Gerichtssaal freuen. Pierre Lamely verklagt uns auf einen Schadensersatz von 30.000 Euro und will eine einstweilige Verfügung gegen diese Pressemitteilung erzwingen:

Fulda stellt sich quer

Nach schriftlichem Urteil: „Fulda stellt sich quer“ fordert von der AfD Fulda lückenlose Aufklärung

Nach dem Prozess gegen das ehemalige AfD-Mitglied Toni Reinhardt ist nun das schriftliche Urteil veröffentlicht worden. Nach dem ausführlichen Geständnis und schweren Vorwürfen gegen führende Personen des AfD-Kreisverbands Fulda durch den Verurteilten fordert der Verein „Fulda stellt sich quer“ (FSSQ) weitere Konsequenzen. „Vor allem die Vorwürfe gegen den AfD-Kreisgeschäftsführer Pierre Lamely sind erheblich und reichen von Bespitzelungen bis hin zu Mitwisserschaft. Das kurze Statement der AfD, in dem die schweren Anschuldigungen ihres ehemaligen Mitglieds als Fantasiegeschichte abgetan werden, sind völlig ungenügend“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Fulda stellt sich quer“, Cornelia Thiessen-Westerhoff.

 

Nachdem der Verein Anfang 2017 einen Auftritt von Björn Höcke in Fulda verhindert hatte, folgte ein wochenlanger Psychoterror gegen den FSSQ-Vorsitzenden Andreas Goerke. Aufgeklärt wurde bislang nur die Tat Reinhardts, der sich bei einem Polizeinotruf als Andreas Goerke ausgab, wahrheitswidrig erklärte, seine Ehefrau erschossen zu haben und dadurch einen Polizeieinsatz auslöste. Vor Gericht erklärte der Verurteilte, die Adresse und Telefonnummer Goerkes von Pierre Lamely erhalten zu haben. Außerdem gab er an, sich ihm wenige Tage nach seiner Tat anvertraut zu haben.

 

„Wenn diese Geschichte stimmt, dann hätte sich der AfD-Kreisgeschäftsführer Lamely der Mitwisserschaft strafbar gemacht. Zudem sind die übrigen Taten gegen unseren Vereinsvorsitzenden, die nicht minder schwerwiegend sind, immer noch nicht aufgeklärt. Ganz offensichtlich kommt dieser Psychoterror ebenfalls aus dem rechten Spektrum. Wir fordern den AfD-Kreisverband Fulda auf, die Geschehnisse lückenlos aufzuklären und die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Wenn sich diese Geschichte auch nur in Teilen bewahrheitet, dann muss Lamely seinen Hut nehmen“, so Cornelia Thiessen-Westerhoff, die deutlich machte, dass dieses Kapitel für ihren Verein längst nicht abgeschlossen und die Aufarbeitung der Geschehnisse im vollen Gange sei. Es dürfe nicht sein, dass Menschen wie Andreas Goerke, die sich für die demokratischen Grundwerte einsetzen und Zivilcourage zeigen, derartigem Psychoterror ausgesetzt würden.“