Kreistagswahl

Kreistagswahl

Wartburgkreis: Verluste für AfD

Die Kreistagswahl im Wartburgkreis wurde nötig durch die Rückkehr der Stadt Eisenach in den Kreis.

Korrespondenz aus Eisenach

Die Wahlbeteiligung sank von 61 auf 45 Prozent, in manchen Wahllokalen bis auf 12 Prozent. Hohe Prozente der AfD von bis zu 30 Prozent in einzelnen Wahllokalen müssen trotzdem ernst genommen werden. Sie zeigen eine relativ feste Basis für eine in Thüringen vom faschistischen "Flügel" geprägte Partei.

 

Die NPD hatte zugunsten der AfD auf eine Kandidatur (und damit auf den einen bisherigen Sitz) verzichtet. Während AfD plus NPD im Kreistag einen von neun Sitzen verloren, erlebten sie in Eisenach ein Debakel: Sie verloren 50,4 Prozent ihrer Stimmen! Das ist ein großer Erfolg der antifaschistischen Arbeit in Eisenach, die stark vom Internationalistischen Bündnis und seinen Trägerorganisationen geleistet wird.

 

Trotzdem: bei 15,1 Prozent für die AfD ist nicht Entwarnung angesagt, sondern noch bessere Überzeugungsarbeit! Am Tag nach der Wahl hat die AfD die „Zukunft der Region“ für das Werra-Kali-Revier beschworen, die nicht im Kampf gegen das Monopol K+S für Arbeitsplätze um Umwelt erreicht werden soll, sondern durch „Gespräche mit dem Kali-Konzern“ und Finanzspritzen für diesen. In der Bergbauregion ist die AfD mit diesem Kurs abgeblitzt: Stimmenverluste von 26,6 bis 39,7 Prozent!

 

Ansonsten verlieren am meisten die Grünen: 48 Prozent in Eisenach, 46,5 Prozent im Kreis. Kriegskurs gegen Russland und Forderungen nach verstärkter Abwälzung der Umweltmaßnahmen auf die Massen stoßen auf große Kritik. In Eisenach gewann ausschließlich die einzige Liste dazu, die sich überparteilich gab.