Bangladesch

Bangladesch

Steigende Infektionszahlen und Ausbau der Unterdrückung

Die „Delta-Variante“ des Sars-CoV2-Virus verbreitet sich aktuell in Bangladesch sehr schnell.

Von hb

Als eine Maßnahme hat die Regierung der Awami-Liga eine Ausgangssperre bis zum 15. Juli verhängt und lässt dies von Polizei, Militär und Grenzschutz überwachen. Sie verhängt drastische Strafen bei Nichteinhaltung und geht auch mit Gewalt vor.

 

Die Massen können das kaum einhalten, weil sie ja Essen und andere notwendige Güter besorgen müssen. Gleichzeitig wird in der Textilindustrie (80 Prozent der Industriebetriebe) weiter produziert. 50 Prozent der Parlamentarier sind Besitzer von Textilfabriken – auch deshalb lässt die Regierung trotz Ausnahmezustand voll produzieren.

 

Für die Arbeiterinnen und Arbeiter gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel und sie müssen weite Strecken zu Fuß gehen. In den Fabriken wird nicht dafür gesorgt, dass sie zu essen haben und Getränke bekommen. Auch die Gesundheitsversorgung / Hygiene ist sehr schlecht. Insgesamt ist die Lage für die Massen sehr kompliziert, der Hunger breitet sich aus.

 

Die Communist Party Bangladesh und der Gewerkschaftsverband Garment Workers Trade Union Center (GWTUC) unterstützen die Forderungen zur sozialen Lage der Arbeiterinnen: Essensversorgung, Transport, Auszahlung der Löhne, sofortige Impfungen und allseitige Gesundheitsversorgung und Hygiene in den Betrieben. Gemeinsam mit anderen Organisationen in der Linken Demokratische Allianz protestiert die CPB vor allem gegen den Abbau der demokratischen Rechte und faschistische Methoden wie Polizeieinsätze mit Gebrauch von Schusswaffen gegen Arbeiter. So hat es einen toten Arbeiter in einem Kohlekraftwerk während des Ramadan gegeben und eine Arbeiterin wurde im Mai in einer Industriezone getötet.