Solingen

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Bewusstheit über den Zusammenhang der verschiedenen Umweltkatastrophen auf der Welt ist gewachsen

Diese Erfahrung machten wir am Samstag beim Info-Stand in Solingen bei den Menschen, mit denen wir länger ins Gespräch kamen. Wir verteilten die Erklärung des ZK der MLPD zur verheerenden Unwetterkatastrophe und boten das Buch von Stefan Engel: "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" an.

Korrespondenz

Auf der einen Seite riesige Überschwemmungen und gleichzeitig Trockenheit, Hitzeperioden in anderen Regionen. Das sind keine isolierten Entwicklungen - das betonten viele.  Über die Ursachen und die mögliche Lösung findet ein entfalteter Kampf um die Denkweise statt. „Wir sind einfach zu viele Menschen auf der Welt“, war eine Meinung. Oder: "Das ist eine Strafe Gottes". Wenn man dann über die Ursachen im Kapitalismus und in der Profitwirtschaft diskutiert hat, gab es viel Zustimmung. Und auch Empörung darüber, dass im Braunkohletagebau damit produziert werden kann, dass das Wasser von der RAG in das Überschwemmungsgebiet abgepumpt wird. Auf heftige Kritik stießen die Politiker wie Laschet, „die machen nichts, versprechen alle nur und halten nichts.“

 

Die Erklärung wurde nicht einfach spontan genommen, weil viele dachten, sie sind Informiert oder "wir haben schon gespendet". Wir haben dann angesprochen, dass ein aktiver Widerstand notwendig ist und der Kampf um eine Gesellschaft geführt werden muss, in der wo die Arbeiter, die v.a. den ganzen Reichtum erarbeiten, die Macht haben und nicht die Konzerne.

 

Das mit dem aktiven Widerstand war noch nicht im Denken unserer Gesprächspartner, und von uns auch die Argumente dafür nicht konkret durchdacht. Weltanschaulich wirkt auch eine Tendenz, es ist zu spät, wir hätten viel früher anfangen müssen, oder "gegen die kommt man nicht an."

 

Es gab berechtigte Kritik an den bürgerlichen Politikern, dass sie ihre Besuche in den betroffenen Gebieten für den Wahlkampf nutzen. „Die ganze Bundestagswahl sollte man um ein Jahr verschieben und erst den Betroffenen helfen und die Politik raushalten“. Er hatte auch Kritik daran, dass wir dies am Stand zum Thema machten. Diese Überschwemmung ist Ausdruck der herrschenden Politik, die Jahrzehnte gemacht wird und deshalb muss man auch diskutieren, was für eine Politik wird gebraucht, um dem entgegenzuwirken. Einig sind wir uns nicht geworden. Angesprochen auf den notwendigen gesellschaftsverändernden Kampf und die Stärkung der MLPD gab es erst eine heftige Reaktion: „Nein, Kommunismus will ich nicht“. Darauf angesprochen, was er unter Kommunismus versteht, wurde schnell klar, dass er darunter Russland, China, Korea versteht. Als geklärt war, dass dies keine sozialistischen Länder sind und was wir unter Sozialismus verstehen, hat er sich für die Diskussion bedankt, der Standpunkt der MLPD zu diesen Ländern kannte er nicht.

 

Für den Verkauf der Bücher "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur" und "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus" müssen wir noch überzeugender argumentieren. Es ist kein Zufall, dass diese Literatur unterdrückt und ihr Autor antikommunistisch kriminalisiert wird.