Rostock

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Buchvorstellung „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“

Am 9. Juli lud die Ortsgruppe der MLPD zur Vorstellung und Diskussion des Buches „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“ ein. Referent war Uwe Wagner, Vorsitzender des Landesverbandes Nord der MLPD.

Korrespondenz

Er stellte das Buch allseitig vor und brachte überzeugend rüber, dass wir täglich über unzählige Kanäle mit der herrschenden antikommunistischen bürgerlichen Ideologie konfrontiert werden. Sie soll die Massen immun machen gegen den wissenschaftlichen Sozialismus. Doch angesichts der wachsenden Krisenhaftigkeit des Kapitalismus gelingt dies immer nur zeitweise, wobei die Halbwertszeit der Wirkung der immer wieder neuen Varianten des Antikommunismus abnimmt. Darin kommt seine Krise zum Ausdruck.

 

Die lebendige, durchaus kontroverse Diskussion vertiefte einige Aspekte und Erfahrungen. Eine wichtige Frage war, ob der Antikommunismus in der Defensive ist: „Vom Gefühl her könne er nicht sagen, dass der Antikommunismus in der Krise ist, wenn er die Masse der Leute vom Sozialismus abhält. Das funktioniert doch noch ganz gut“, so ein junger Arbeiter. Die Krise des Antikommunismus bedeutet nicht, dass er nicht mehr zur offensiven Verbreitung seiner Lügen, Diffamierungen und Hetzte gegen die Freiheitsideologie des Kommunismus fähig wäre, das wäre auch eine gewaltige Unterschätzung. Das sehen wir gerade aktuell bei der Einstufung von Stefan Engel, dem Buchautor, als „Gefährder“, nur weil er als marxistisch-leninistischer Theoretiker die proletarische Weltanschauung auf die heutige Zeit weiterentwickelt.

 

Das zeigt die ganze Schwäche und Angst die Herrschenden vor dieser Freiheitsideologie. Weil sie keine positiven überzeugenden Argumente haben, weichen sie mit ihrer „Ideologiefreiheit“ jeder offenen weltanschaulichen Auseinandersetzung aus und schrecken auch vor der offenen Unterdrückung der kommunistischen Weltanschauung nicht zurück. Am stärksten wirkt heute jedoch der Einfluss der kleinbürgerlich-antikommunistischen Denkweise, die systematisch unter den Massen verbreitet wird.

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus

Stefan Engel

220 Seiten | ab 12,99 €

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Ein Beispiel des „linken Antikommunismus“ erzählte ein Teilnehmer aus Stralsund, dass beim alljährlichen Thälmann-Gedenken die Entfernung der roten Fahne der MLPD vom Denkmal von einigen Leuten der Linkspartei massiv gefordert wurde. Sie konnten sich aber nicht durchsetzen.

 

Ein Mitglied des überparteilichen Frauenverbandes Courage berichtete stolz von ihrem jahrelangen, letztlich erfolgreichen Kampf gegen die antikommunistisch motivierte Aberkennung der Gemeinnützigkeit, nur weil auch Genossinnen der MLPD im Verband mitarbeiten. Dennoch falle es ihr schwer, den Antikommunismus zu erkennen und ihm auch entgegenzutreten. Hier erhofft sie sich von dem neuen Buch mehr Klarheit und Hilfe.

 

Mit einer Spendensammlung für die theoretische Arbeit der Partei und der einstimmigen Verabschiedung einer Solidaritätserklärung für Stefan Engel zu seinem Prozess endete diese interessante bewusstseinsbildende Veranstaltung.