Gera

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Eine sehr politische Versammlung des Seniorenarbeitskreises der IG Metall

Am Montag, den 12. Juli, fand in Gera nach längerer Zeit wieder ein Präsenz-Treffen des Senioren-Arbeitskreises der IG Metall statt. Alle freuten sich darüber.

Korrespondenz

An dem Arbeitskreis nehmen Kolleginnen und Kollegen nicht nur aus Gera, sondern auch aus einzelnen anderen Städten Ostthüringens teil. Wir hatten viel über verschiedene konkrete Fragen der gewerkschaftlichen Arbeit zu besprechen und zu organisieren. Es gab aber auch direkt politische Themen. Thema auf der nächsten Delegiertenversammlung wird auch in unserer Region die Bundestagswahl sein. Während dazu in der Vergangenheit nur Direktkandidaten der etablierten Parteien eingeladen wurden, wird dies in diesem Jahr demokratischer organisiert werden. Es werden alle Direktkandidaten und -kandidatinnen für den Wahlkreis Gera-Greiz-Altenburger Land eingeladen, sich kurz vorzustellen und danach mit den Delegierten zu diskutieren. Diese Möglichkeit werde ich, Dieter Ilius, als Direktkandidat der Internationalistischen Liste / MLPD für diesen Wahlkreis also auch haben und nutzen.

 

Ein weiteres Thema waren die Häufung repressiver Maßnahmen des Staatsapparats gegen Linke, revolutionäre und fortschrittliche Menschen und Bewegungen. Ich verteilte schon vor Beginn eine kurze Protest- und Solidaritätsresolution, die ich zu diesem Zweck vorbereitet hatte. Sie beinhaltete neben dem Protest gegen die Einkesselung hunderter jugendlicher Demonstranten von der Polizei in NRW, auch die unter einem Vorwand erfolgte Nichtzulassung der DKP zur Bundestagswahl und die willkürliche Kriminalisierung von Stefan Engel, dem Leiter des theoretischen Organs der MLPD, als „Gefährder“. Der Punkt wurde unter „Verschiedenes“ auch in die Tagesordnung aufgenommen.Nach einem Beitrag von mir zur Begründung, kam es zu einer lebhaften Diskussion. Die meisten fanden den Vorschlag richtig. Einzelne Kolleginnen und Kollegen hatten Widerspruch oder Bedenken, ob eine solch politische Resolution durch den Arbeitskreis behandelt und beschlossen werden kann. Meiner Meinung nach ist dies keine Frage. Gewerkschaften und ihre verschiedenen Ebenen sollten sich dazu positionieren, gerade auch aufgrund der historischen Erfahrungen in Deutschland. Ein Kollege machte dann den Vorschlag, dass diejenigen, die die Protest-und Solidaritätsresolution richtig finden, diese stattdessen ja auch persönlich unterschreiben können. So wurde es dann auch gemacht. Die große Mehrheit, nämlich 11 von 15 anwesenden Kolleginnen und Kollegen unterschrieben. Sehr gut!

 

Am Abend brachten wir die Resolution auch auf der Montagsdemo in Gera ein und stellten diese zur Abstimmung. Warum einzelne Mitglieder der Linkspartei sich an dieser nicht beteiligen wollten, bleibt ihr Geheimnis. Aufgrund des Vorschlags eines Kollegen von der Linkspartei sollte sie noch ergänzt werden: Durch den Protest gegen den brutalen Polizeieinsatz gegen junge Demonstranten am Leipziger Flughafen. Dann wurde die Resolution mit großer Mehrheit der Anwesenden beschlossen.

 

Die Resolution ist zu finden in dem Artikel "Mannigfache Solidarität mit Stefan Engel".