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Hans Georg Maaßen – ein fanatischer Antikommunist als Kandidat in Südthüringen

Hans-Georg Maaßen ist Direktkandidat der CDU im Südthüringer Wahlkreis 196¹. Der bisherige Abgeordnete Mark Hauptmann war über seine Bereicherung im Maskenskandal gestürzt. Maaßen ist ein ultrareaktionärer Scharfmacher.

Von einem Korrespondenten
Hans Georg Maaßen – ein fanatischer Antikommunist als Kandidat in Südthüringen
Foto: Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme

Als ehemaliger Chef des Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz (2012 bis 2018) musste Maaßen gehen, weil er vertrauliche Verbindungen zur AfD hatte und weil er die faschistischen Hetzjagden auf Migranten Ende August 2018 in Chemnitz als “gezielte Falschinformation“² leugnete.

 

Er behauptet, er kandidiere mit dem Ziel, Stimmen von der AfD für die CDU zurückzugewinnen³, also sozusagen als Antifaschist. Das ist vollkommen absurd. Maaßen provoziert mit AfD-Positionen⁴ und hat 2020 die Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD als „Riesenerfolg“ begrüßt: „Hauptsache, die Sozialisten sind weg!“⁵ Maaßen ist ein Türöffner für die AfD.

 

Dass er ausgerechnet in Südthüringen kandidiert, zielt auch gegen die Internationalistische Liste / MLPD, die hier traditionell einen ihrer bundesweit besten Wahlkreise hat - mit Andreas Eifler als verankertem Direktkandidat, mit dem fortschrittlichen Ferienpark „Thüringer Wald“ und dem „Haus der Solidarität“ in Truckenthal. Hier fand auch das Rebellische Musikfestival 2018 statt, wo Maaßen und sein Kumpan Seehofer eine Polizeiübung inszenierten - mit dem Ziel, Stefan Engel zum „Gefährder“ zu erklären.

 

Maaßen bemüht sogar den Verschwörungsmythos des „großen Reset“ für seinen fanatischen Feldzug gegen den Kommunismus, der besagt, das ausgehend vom Weltwirtschaftsforum in Davos eine kleine Elite von Mächtigen die Corona-Pandemie nützen wolle, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und so hört sich das bei Maaßen an: „... es kommen im Grunde genommen nun die Kapitalisten aus Davos mit den Leninisten wieder zusammen, nämlich in ihrer gemeinsamen Verachtung des einfachen, des gewöhnlichen Menschen.“ Und: „Damals nannte man es Revolution.“⁶ Der Demagoge Maaßen hat jedoch kein Problem mit der Menschenverachtung des Kapitalismus, sondern nur mit der sozialistischen Revolution, die gerade Schluss macht mit der heute herrschenden Verachtung der Arbeiterklasse und breiten Massen.

 

Dazu Andreas Eifler: "Was will uns Herr Maaßen eigentlich für Märchen erzählen? Wenn sich wirklich grundsätzlich etwas verändern soll, dann müssen die Menschen die Spielchen, Tricks und Lügen der Monopolpolitiker - wie Maaßen selber einer ist - durchschauen. Herr Maaßen - im Gegensatz zu ihrer arroganten Selbstherrlichkeit und panischen Angst, dass die Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, habe ich volles Vertrauen in die Massen. Neue Politiker braucht das Land - mit dieser Losung werden wir Tausende Menschen organisieren, ihnen Mut machen, selbstlos für eine befreite Gesellschaft einzutreten. Unser Wahlkampf ist untrennbar mit den Nöten und Sorgen der 'kleinen' Leute verbunden, mit dem Kampf der Arbeiter, der Krankenschwestern… . Wir werden den Menschen auch helfen, den Verrat am Sozialismus durch kleinbürgerlich entartete Bürokraten mit dem Parteibuch in der Tasche – zu verarbeiten."

 

Im Wahlkampf gibt es eine offene Polarisierung zwischen Wegbereitern des Faschismus (AfD) und deren Türöffnern (Maaßen) auf der einen Seite und der Internationalistischen Liste / MLPD auf der anderen Seite.

 

Abwegig sind Versuche, mal wieder das „kleinere Übel“ ins Spiel zu bringen. Die SPD-nahe Petitionsplattform „Campact“ ruft dazu auf, dass alle den SPD-Kandidaten gegen Maaßen unterstützen sollen. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dachten auch manche Leute, sie müssten CDU wählen, um die AfD zu verhindern. Damit haben sie sich ins Knie geschossen: Sie wählten eine Partei, die mit Maaßen einen AfD-Förderer aufstellt.

 

Viele Menschen haben von den bürgerlichen Parteien die Schnauze voll. Diese Menschen brauchen kein Zurück zum kleineren Übel, sondern ein Vorwärts über den Kapitalismus hinaus - zum Sozialismus!