Faschistisches Lukaschenko-Regime

Faschistisches Lukaschenko-Regime

Entführung von Olympia-Läuferin Timanowskaja gescheitert

Weil die belarussische Läuferin Kristina Timanowskaja die Sportfunktionäre ihres Landes kritisiert hat, versuchten Handlanger des faschistischen Regimes von Alexander Lukaschenko eine Entführung Timanowskajas.

Korrespondenz aus Bochum

Timanowskaja war wütend auf ihre Trainer, die sie für die 4x400-Meter-Staffel angemeldet haben – eine Disziplin, in der sie noch nie angetreten ist. Deshalb beschwerte sie sich in einem Instagram-Beitrag öffentlich über Sportfunktionäre ihres Landes. Allerdings enthielt sie sich jeglicher Kritik an den politischen Zuständen in Belarus. Die bisher eher angepasste Spitzensportlerin war auch bisher nie mit Kritik in Erscheinung getreten.

 

Dem Regime ging auch das schon zu weit. Das Belarussische Olympische Komitee erklärte, die Athletin sei von einem Arzt untersucht worden und werde wegen ihrer "emotional-psychischen Verfassung" nicht an weiteren Wettkämpfen teilnehmen.Von Sportfunktionären wurde sie genötigt, nach Belarus abzureisen.

 

Am Flugplatz wandte sie sich an die japanische Polizei, die ihre drohende Entführung verhinderte. Die weitere Teilnahme an den Olympischen Spielen und die Rückkehr ins Olympische Dorf sind für sie jedoch ausgeschlossen.Timanowskaja hat mittlerweile in Polen politisches Asyl beantragt.

 

Von einem gerechten internationalen unpolitischen Wettbewerb der Sportler kann daher nicht die Rede sein. Auch bei der Olympiade geht es - wie auch beim Fußball - um die Profite der Veranstalter und um die Prestigefrage der teilnehmenden Länder!