Türkei

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Morde an kurdischer Familie und Erdoğan-Hetze gegen die PKK

Weltweit protestierten gestern Menschen angesichts der Morde an der siebenköpfigen kurdischen Familie Dedeoğulları in Konya in der Türkei.

Von hodo

Diese entsetzliche Tat hat ihre Ursache im bestehenden Faschismus der Türkei mit seiner extrem reaktionären menschenverachtenden nationalistisch-rassistischen Ideologie, die sich besonders gegen die kurdische Bevölkerung richtet, aber auch gegen weitere nichttürkische Ethnien.

 

Schon länger hatte die Familie Dedeoğulları gegen Morddrohungen um Hilfe gebeten, nachdem sie schon vor zwei Monaten von etwa 60 Faschisten mit Schlagstöcken angegriffen und schwer verletzt worden war. Nach dem jetzigen Massaker kam ein Ruf aus der Menschenmenge „Kein einziger Kurde wird mehr hier bleiben!“

 

Die Erdoğan-Regierung hat gegen die zu erwartenden Morde nichts unternommen und schützt die Mörder nun mit der Lüge des Familienstreits. 

Verlogene Hetzkampagne gegen die PKK

Auch gegen die PKK führt Erdoğan eine massive Hetzkampagne: Sie sei für die Waldbrände in der Türkei verantwortlich. Das stellt die Realität auf den Kopf, ist eine ausgesprochen ökologische Programmatik doch gerade ein Alleinstellungsmerkmal der PKK.

 

Während in der Marmaris-Region die beschleunigte Entwicklung zu einer globalen Umweltkatastrophe mit Hitzerekorden eine Ursache ist, werden in Kurdistan die Wälder von regierungsamtlichen Dorfschützern in Brand gesetzt.

 

Kürzlich wurde ein Gesetz zur Tourismusföderung in der Türkei verabschiedet, mit dem Wälder in den Bereich des "öffentlichen Interesses" aufgenommen werden und für Tourismusinvestoren geöffnet werden können. Besteht vielleicht ein Zusammenhang zu den Bränden?

 

Am Freitag erklärte der HDP-Vorsitzende Mithat Sancar: „Die Sprache des Hasses und der Aufwiegelung der Regierung tragen die Hauptverantwortung für dieses Massaker. Seit langem bedient sich diese Regierung einer Sprache des Hasses, die sich gegen die HDP und die Kurden richtet." (ANF, 30.7.2021)

Deutsche Regierung Hand in Hand mit Erdoğan-Regierung

Auch die deutsche Bundesregierung betreibt in Zusammenhang mit der Repression und Kriminalisierung revolutionärer Kräfte eine zunehmende Repression gegen die kurdische Bewegung. So haben türkische Faschisten hier ebenfalls Spielraum.

 

Notwendig ist die Stärkung des gemeinsamen Kampfes von Antifaschisten, Demokraten und Revolutionären gegen die zunehmende Rechtsentwicklung in Deutschland, die auch in der Berichterstattung über die Morde in Konya zum Ausdruck kommt. Die MLPD steht für diesen gemeinsamen Kampf.