„Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“

„Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“

Freunde aus Frankreich: „Ein sehr wichtiges Buch!“

Freunde aus Frankreich unterstützen die Übersetzung des neuen Buchs von Stefan Engel, „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus“, die auch als Ausgabe 36 im theoretischen Organ der MLPD, REVOLUTIONÄRER WEG, erschienen ist. Ich fragte sie nach ihrem Eindruck:

Korrespondenz

Hervé: Wir haben erst einen kleinen Teil gelesen, aber wir können schon sagen: Ein sehr wichtiges Buch auch für uns!

 

Brigitte: Eine gute Arbeit. Das Buch beeindruckt mich. Die konkreten Argumente können wir gegen die antikommunistische Hetze einsetzen, die auch bei uns verbreitet wird. Hier sind viele Leute gegenüber der Regierung und den traditionellen Parteien sehr misstrauisch geworden. Das komplizierte ist, dass sie einerseits erkennen, dass diese lügen, gleichzeitig aber selbst davon beeinflusst sind.

 

Hervé: Es gibt hier zum Beispiel eine fortschrittliche Bewegung „La France insoumise“ (Das nicht unterwürfige Frankreich), sie ist aber auch sehr widersprüchlich und die Perspektive ist nicht klar. Andererseits setzt die faschistische Strömung demagogisch an den Lügen der Regierung und etablierten Parteien an. Darüber braucht es Klarheit. Das Buch macht deutlich, dass der ideologische Kampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie darüber entscheidet, welche Kapazität der Kampf gegen das kapitalistische Ausbeutersystem entwickelt.

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Antikommunismus

Stefan Engel

220 Seiten | ab 12,99 €

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Brigitte: Ich finde das Buch schon ganz schön schwierig und überlege, wie wir es mit einfachen Leuten lesen können. Die konkreten Ausführungen sind aber gut verständlich und sehr interessant. Zum Beispiel wie die antikommunistische Propaganda sich immer wieder anpassen musste, von Adenauer bis Brandt usw., weil sie an Wirkung verliert.

 

Hervé: Wir können hier in Frankreich diese Anpassung auch erkennen. Man muss nur die Aussagen der verschiedenen Präsidenten der letzten Jahre vergleichen. Das belegt die Schwäche der Herrschenden, die fürchten, dass die kommunistische Ideologie die Massen ergreift. Aber die Schwäche kann nur zu einer Stärkung der revolutionären und marxistisch-leninistischen Kräfte genutzt werden, wenn wir sie weltanschaulich angreifen.

 

In Frankreich spielt der Spontaneismus eine große Rolle und darin nehmen verschiedene antikommunistische Richtungen Einfluss. Auch von „Linken“, wie Trotzkisten. Oder Leute, die sich Kommunisten nennen, zum Beispiel manche Wortführer der (revisionistischen) Kommunistischen Partei Frankreichs (KPF), die selbst antikommunistische Vorbehalte verbreiten. Wir haben hier auch das Problem, dass in den Bewegungen und durch die Medien so viele Fragen aufgeworfen werden, auf die eine Antwort gegeben werden muss, ohne sich zu verzetteln. Ich habe den Eindruck dass das Buch uns helfen kann, unsere Position zielgerichtet deutlich zu machen, anstatt nur zu reagieren. Wir können uns dabei zunutze machen, dass sich in letzter Zeit vermehrt auch Publizisten äußern, die die platte antikommunistische Propaganda, wie die Lügen über das China Mao Zedongs ablehnen.