Leserbrief

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Olympische Spiele: "Alltäglicher Rassismus bei deutschen Spitzenfunktionären"

Mit großer Freude verfolge ich die Olympischen Spielen und habe vor den Leistungen der Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt Hochachtung.

Von Raimon Brete, Chemnitz

Mit Bestürzung habe ich allerdings die begleitenden Äußerungen von Herrn Moster, Funktionär des Sportbundes, an der Rennstrecke vernommen. Blanker Rassismus und zutiefst menschenverachtend. Seine spontanen und emotionalen Äußerungen lassen auf ein verfestigtes strukturelles rassistisches Denken dieses Mannes schließen. Aus Gedanken werden Worte und aus Worten Taten.

 

Im Interview gab sich DOSB¹-Präsident Hörmann mit der "billigen" und formalen Entschuldigung zufrieden und wollte keine Konsequenzen daraus ziehen. Da haben aber sowohl Sportler als auch viele Menschen energisch widersprochen und den DOSB zum handeln "getragen", also moralisch gezwungen.

 

Der BDR²-Präsident Scharping will noch bis nach den Spielen über mögliche Reaktionen und vielleicht über Maßnahmen nachdenken. Welch den Rassismus tolerierende Offenbarung eines Sportfunktionärs und SPD-Politikers!

 

Rassismus beginnt im Alltag und dem muss rasch sowie entschieden begegnet und das muss nicht durch Nichtstun befördert werden. Schnelles, angemessenes und deutliches Handeln ist, angesichts der Rechtsentwicklung in Deutschland, dringend notwendig!