Sommercamp des REBELL

Sommercamp des REBELL

"Wir sehen uns am 3. August in Meiningen und Erfurt!"

Eine spannende erste Woche des Sommercamps von REBELL und ROTFÜCHSEN in Truckenthal (Thüringen) geht zu Ende.

Von Korrespondenten aus Truckenthal
"Wir sehen uns am 3. August in Meiningen und Erfurt!"
Einsatz zum Hochwasserschutz im Thüringer Wald (Foto: REBELL)

Gestern Abend war das Abschlussfest des Kindercamps der ROTFÜCHSE. Dass viele Kinder Mitglied bei den ROTFÜCHSEN wurden oder noch werden wollen, wurde mit einem Corona-gerechten Umzug gefeiert. Es gab jeden Tag Sport unter dem Motto "Freundschaft im Wettkampf", ein "Regen-Experiment" in der Naturhütte, Baueinsätze im Thüringer Wald für Vorbeugemaßnahmen gegen Starkregen sowie auf dem Camp-Gelände zur Verschönerung der Anlage.

Corona-gerechter Umzug beim Abschlussfest des Kindercamps - Kindergruppe für Kindergruppe - alle Kinder sind selbstverständlich getestet (Foto: REBELL)
Corona-gerechter Umzug beim Abschlussfest des Kindercamps - Kindergruppe für Kindergruppe - alle Kinder sind selbstverständlich getestet (Foto: REBELL)

In Kürze:

  • Jeden Tag gibt es Sport unter dem Motto "Freundschaft im Wettkampf"
  • Die Camp-Teilnehmer machten erfolgreiche Einsätze zum Wahlkampf der Internationalistischen Liste / MLPD vor Kali & Salz und in Eisenach

 

Höhepunkte waren unter anderem Aufbaueinsätze für die Internationalistische Liste / MLPD vor Kali & Salz in Sünna sowie in Eisenach und ein Workshop zum Kampf gegen die "Gefährder"-Behandlung von Stefan Engel. Korrespondenten berichten davon:

Am Werkstor von Kali & Salz

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür: Morgens gegen 10:30 Uhr ging es am Donnerstag ab in die Autos und zur ersten Station, dem Bergwerk von Kali & Salz in Sünna. Die Parteivorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner, war mit dabei.

 

Dort angekommen, kam es schon zu ersten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es hieß, wir dürften die Straße nicht betreten. Wir schauten verdutzt: Aber die Straße hier ist doch öffentlich? Die Polizisten blieben stur. Wir ließen uns nicht einschüchtern und sprachen mit den Kolleginnen und Kollegen, die am Werkstor rein- und rausgingen.

 

Wir bauten alles für unsere Kundgebung auf. Mit den Worten „Glück auf“ empfingen wir die Arbeiter am Tor. Gabi Fechtner und andere hielten kurze Reden. Sie zeigten auf, dass der Kampf für Umweltschutz und Arbeitsplätze eine Einheit sind. Sie machten deutlich, dass die Internationalistische Liste / MLPD die einzige wirkliche Alternative zum Kapitalismus ist. Anfangs sagten die Arbeiter häufiger noch „Danke, nein.“ Doch nach und nach blieben sie stehen, zeigten Interesse und unterschrieben für die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“.

 

Das sorgte auch für Polarisierung. Ein Arbeiter warf einen Flyer vor unseren Augen demonstrativ in den Müll. Prompt kam der Werksleiter und versuchte, die Arbeiter davon abhalten, mit uns zu sprechen. Die kamen dann aber erst recht zu uns!

 

Erfolgreich beendeten wir den Einsatz und fuhren zur zweiten Station, dem Karlsplatz in Eisenach am Anfang der Fußgängerzone. Dort bauten wir wieder unseren Stand auf, mit Flyern, Büchern, Süßem und Herzhaftem, Kaffee und Musik. Anschließend bildeten wir Zweier- oder Dreier-Gruppen mit einem erfahrenen Teilnehmer und ein bis zwei unerfahrenen.

 

Wir brauchen aber nächstes Mal mehr kulturelle Beiträge vom Sommercamp. Doch auch hier erzielten wir einen Erfolg und konnten insgesamt 61 Unterschriften sammeln und viele Kontakte gewinnen. Wir erhielten 15 Euro Spende und verkauften einiges an Literatur. Wichtig war, die Leute direkt darauf anzusprechen haben, sich für eine Unterschrift zu entscheiden.

Die "Gefährder"-Einstufung muss vom Tisch!

Am 3. August kommt in Meiningen ein politischer Skandal vor Gericht. Stefan Engel, Leiter der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG der MLPD, klagt gegen die Einstufung und Behandlung als „Gefährder“. Ganz nach dem Motto „Wer einen von uns angreift, greift uns alle an!“ macht der Jugendverband REBELL das zum Thema auf seinem Sommercamp.

 

Dazu fand ein Workshop statt. Wir haben die ganze Sache dort erstmal bekannt gemacht, Argumente entwickelt und das Auftreten des REBELL am 3. August mit Liedern, Schildern und Parolen vorbereitet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sagten: „Wie kann es sein, dass es zehn Schirmherren zum Rebellischen Musikfestival gab, aber nur Stefan Engel zum Gefährder erklärt wurde?“ Wir stellten klar, dass das zeigt, der Auftritt der revolutionären Band Grup Yorum war nur ein Vorwand, um ihn zu kriminalisieren.

 

Stefan Engel, ein Gefährder für die Bevölkerung? Wohl kaum. Wir diskutierten, wer in dieser Gesellschaft eigentlich die Gefährder sind. Das sind doch die, die unsere Zukunft zerstören, und nicht die Marxisten-Leninisten, die ihr ganzes Leben einsetzen, um für den Sozialismus zu kämpfen! Stefan Engel ist ein Gefährder für die Kapitalisten. „Dann sind wir eigentlich alle Gefährder“, sagte einer. Ein anderer Camp-Teilnehmer: „Das ist doch offensichtlich, dass das undemokratisch ist!“

 

Ja! Und trotzdem müssen wir es einordnen - dann können wir auch in die Offensive gehen. Denn Stefan Engel ist der Kläger, nicht der Angeklagte. Die weltweite Rechtsentwicklung vieler Regierungen zeigt, dass die Kapitalisten Revolutionäre und die MLPD immer mehr bekämpfen. Da braucht es unverbrüchliche Solidarität!

 

Wir sehen uns am 3. August in Meiningen und Erfurt!