Corona-Pandemie

Corona-Pandemie

Von wegen Impfmüdigkeit

Samstagmittag stoße ich beim Einkaufen vor einem Discounter unvermittelt auf ein mobiles Impfmobil der Stadt.

Korrespondenz aus Gladbeck
Von wegen Impfmüdigkeit
Guter Andrang am Impfmobil (rf-foto)

Ich frage das Impf-Team, wie denn die Resonanz sei. "Sehr gut", erklärt mir eine der beiden Kolleginnen. "Das hätte ich gar nicht erwartet", sagt die andere. "Unter der Woche hatten wir auch schlechtere Tage, aber heute geht es richtig rund." "Klar, weil die Menschen in der Regel auch etwas mehr Zeit haben", werfe ich ein.

 

Offenbar kommt diese unbürokratische Angebot sehr gut an. Manche lassen sich vor dem Einkaufen „pieksen“, manche hinterher. Oder einer geht schon mal vor zum Einkaufen, während der andere sich noch impfen lässt.

 

Natürlich muss man mit Skeptikern weiter intensiv um das Impfen streiten. Aber wenn die bürgerliche Politik vor allem über die "Impfmüdigkeit" der Bevölkerung lamentiert, geht das am Problem vorbei. Der Andrang heute vor dem Supermarkt zeigt, dass es vor allem mehr einfache Angebote braucht. Denn als ich vom Einkauf zurückkomme, ist der Spuk schon wieder vorbei - der Impfbus weggefahren. Als ob heute Nachmittag nicht noch Hunderte eigentlich Impfwillige hier einkaufen würden.