Afghanistan

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Imperialistische Unmenschlichkeit vehement angeklagt!

Das FrauenBündnis Duisburg hatte für Mittwoch, 18. August, 17 Uhr zu einer Protest- und Solidaritätskundgebung aufgerufen. Kurdische und türkische Frauenorganisationen, der Frauenverband Courage, Solidarität International (SI), MLPD und Vertreterinnen wie Vertreter weiterer Initiativen waren gekommen.

Korrespondenz aus Duisburg
Imperialistische Unmenschlichkeit vehement angeklagt!
(rf-foto)

Bereits vor Beginn ergaben sich erregte Gespräche mit Passanten, die sich über das Verhalten der US- und Bundesregierung empörten. Sie blieben dabei nicht bei der desaströsen Afghanistan-Politik sondern gingen teilweise fast nahtlos in eine Generalabrechnung mit der Bundesregierung über. Besonders in der Kritik standen der Auftritt von Außenminister Heiko Maas vom Dienstag in den Nachrichten und die Haltung von Innenminister Horst Seehofer. Nahezu einhellig wurde ihr sofortiger Rücktritt gefordert.

 

In den Beiträgen am Mikrophon wurde die Empörung und Wut über die offensichtlich bewusst herbeigeführte Machtübernahme der Taliban deutlich. Die afghanische Bevölkerung, insbesondere Frauen und Mädchen werden damit den faschistischen Taliban als Freiwild überlassen. Wenn dann noch von den US- und EU-Imperialisten der Faschist Erdoğan als Statthalter für die Kontrolle des Kabuler Flughafens eingesetzt wird, wird die menschenverachtende Abschottungspolitik der EU bis nach Afghanistan in die Hände Erdoğans gegeben. Der Beitrag eines Afghanen, dessen Familie noch in der Heimat festsitzt, machte deutlich: Das bedeutet täglich Todesgefahr, für die Frauen ein Leben in den Häusern vergraben und für die Mädchen keine Schule.

 

Solidarität International machte im Beitrag deutlich, dass hier eine weitere Verschärfung der Flüchtlingspolitik durch die EU und die Bundesregierung zu erwarten ist und rief zum solidarischen Widerstand dagegen auf. Vom Redner der MLPD wurde der Hintergrund, die Verschärfung der Widersprüche zwischen den Imperialisten, allen voran das Vorantreiben der Zuspitzung der USA gegen den wachsenden imperialistischen Hauptkonkurrenten China herausgestellt. Er griff den Aufruf der Kommunistischen Partei Afghanistans auf, „ (…) diesen reaktionären Krieg zu verhindern und zu versuchen, diesen reaktionären Krieg in einen revolutionären Krieg zu verwandeln.“ Mit den Rufen „Hoch die internationale Solidarität!“ wurde die Kundgebung beendet.