Alassa Mfouapon

Alassa Mfouapon

Interview mit der „jungen Welt“: „Sie wollen mich politisch abstrafen“

In der Ausgabe vom 16. August hat die „junge Welt“ ein Interview mit dem von Abschiebung bedrohten Flüchtlings–Leader Alassa Mfouapon veröffentlicht. Die Rote Fahne Redaktion bringt Auszüge:

Interview mit der „jungen Welt“: „Sie wollen mich politisch abstrafen“
Alassa Mfouapon (rf-foto)

junge Welt: Mit welcher Begründung hat das Bundesamt den Antrag abgelehnt?

 

Alassa Mfouapon: Es wurden mehrere Gründe genannt, warum mein Antrag „offensichtlich unbegründet“ ist. Sie glauben meine Angaben nicht, behaupten einfach, das sei eine erfundene Geschichte. So sagen sie, mein „angeblicher Sohn“ sei „angeblich ertrunken“ im Mittelmeer, was aber „nicht glaubhaft“ sei. Auch die Folter in Libyen soll ich nur erfunden haben. Als Vorwand nehmen sie, dass sie meiner Exfrau unterstellen, sie habe mal irgendwo gesagt, zu dieser Zeit schon in Italien gewesen zu sein. Sie wissen aber genau, dass ihr Fingerabdruck erst später bei der Einreise nach Italien genommen wurde. Die Argumente sind an den Haaren herbeigezogen. Sie wollen mich einfach politisch abstrafen, weil ich mit meinen Freunden und Genossen Erfolge gegen Innenminister Horst Seehofer und seine rechte Flüchtlingspolitik errungen habe. …

 

junge Welt: Beim Prozess gegen die Polizeirazzia in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen im Mai 2018 waren sie einer der Sprecher, sind inzwischen ein landesweit bekannter Flüchtlingsaktivist. Glauben Sie, dass das eine Rolle spielt?

 

Alassa Mfouapon: Ja sicher. Es geht darum, mich loszuwerden. Ich bin ja kein normaler Flüchtling in dem Sinne. Ich bin Sprecher des „Freundeskreises Flüchtlingssolidarität in SI, habe 2020 erfolgreich die AfD-Fraktionschefin Alice Weidel wegen falscher Behauptungen über mich verklagt, vorher schon die Bild-Zeitung. Auch meine Klage gegen das Land Baden-Württemberg wegen des Einsatzes in Ellwangen habe ich in weiten Teilen gewonnen.

 

Hier gibt es das ganze Interview.

 

Hier gibt es einen Artikel der junge Welt zum Gerichtsprozess von Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg Anfang des Jahres