NRW-Landtagsparteien

NRW-Landtagsparteien

Blind tastend Fische fangen

Wenigstens haben sich die Parteien im Landtag von Nordrhein-Westfalen damit beschäftigt, wie die Bevölkerung in Katastrophenfällen künftig schneller alarmiert werden könnte, und es werden verschiedene Gegenmaßnahmen diskutiert. Freilich leugnet die AfD selbst Gefahren des Übergangs in die Klimakatastrophe und erst recht den beschleunigten Übergang in die drohende globale Umweltkatastrophe. Sie will auch bis zum Sankt Nimmerleinstag an der Kohleförderung und -verbrennung sowie Verteufelung von Windkraftanlagen festhalten und strahlt schon beim Gedanken an neue Atomkraftwerke.

Von Jupp Eicker, Wuppertal
Blind tastend Fische fangen
Dieses alte Bild zeigt die immensen Schäden, die der Dammbruch von 1926 bei Frimmersdorf angerichtet hatte (foto: screensheotz)

Eine allseitige, wirkliche Aufarbeitung und wirksame Maßnahmen sind von den Monolparteien nicht zu erwarten. Die Grünen und die SPD wollen bis 2030 Kohle verbrennen, die CDU noch darüber hinaus. Und zusammen mit der FDP träumt die CDU von der Flutung der dann stillgelegten Braunkohlegruben zu riesigen Seen. Vorprogammiert sind halbe Sachen und weitere Desaster!

 

In ihrem blinden Pragmatismus fischen die Landtagsparteien im Trüben und erklären blauäugig, die Hochwasserkatastrophe sei etwas Neues und nicht vorhersehbar gewesen. In der extremen Form ist das richtig, aber nur die halbe Wahrheit über die Gefahren des Braunkohletagesbaus bei Starkregen. Am 11. Mai 1926 kam es nach heftigen Niederschlägen zu einem Hochwasser in der Erft. Der Braunkohletagebau bei Frimmersdorf verwandelte sich nach dem Wassereinbruch in einen See. Das Gewässer entwickelte sich zu einem reißenden Fluss. Hohe Schäden waren vor allem in Frimmersdorf zu beklagen.

 

Heute wird von den Monopolparteien jegliche Mitverantwortung von RWE auch für die heutige regionale Umwelt- Hochwasserkatastrophe geleugnet (siehe hier)

 

Jetzt wird strafrechtlich ermittelt - wegen der Hochwasserschäden der Kantenabbrüche der Kiesgrube in Erftstadt-Blessem - bislang jedoch nicht gegen RWE. Laut dem WDR am 22. August vorliegenden Dokumenten „hätte die Kiesgrube nie genehmigt werden dürfen“ und „es sind viele der Meinung, dass sich die Schäden in Grenzen gehalten hätten, wenn man das Überschwemmungsgebiet an der Erft nicht bergbaulich genutzt hätte“.

 

Wer für wirksamen Umweltschutz auf Kosten der Profite und die Überwindung der Profitwirtschaft als Ursache der Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur eintreten möchte, wählt und unterstützt die Internationalistische Liste / MLPD - keine halben Sachen mehr!