Stuttgart / Sindelfingen

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Internationale Automobilarbeiter: Rettung der Umwelt und Kampf um jeden Arbeitsplatz

Auf dem letzten Autogipfel vor der Bundestagswahl steckten die Autokonzerne mit Bundes- und Landesregierungen für die Zeit nach der Wahl ihr „Krisenmanagement" ab. Ein neues Versprechen, das sie nicht halten können.

Korrespondenz

Scholz, Kanzlerkandidat der SPD, durfte verkünden: Klimafreundliche Autos „Made in Germany“ sollen zum Verkaufsschlager werden und möglichst viele Arbeitsplätze sichern (Stuttgarter Nachrichten 19. August 2021).

 

Außer der Neuauflage der Lüge von klimafreundlichen Autos teilten sie die Milliarde Subventionen für die Transformation zur E-Mobilität auf, verabredeten, wie sie den Emissionshandel im Verkehrssektor nutzen und das Ziel der EU 2035 verhindern, den Treibhausgasausstoß der Autos (CO2-Flottenwert) auf Null zu setzen. Um glaubhaft zu werden, will die Autoverbandspräsidentin Hildegard Müller von der CDU auf die kapitalismuskritische Jugendumweltbewegung Fridays for Future zugehen und mit Ihnen reden. „Wir sollten uns wechselseitig die Wandelbarkeit nicht absprechen“. „System change“ sei nicht nötig, so ihre antikommunistische Botschaft.

 

Tatsache ist, dass VW, Daimler und Bosch Arbeitsplätze vernichten. Umweltverträgliche Mobilität auf dem neuesten Stand der Technik würden die Automobilarbeiter und ihre Familien im Sozialismus mit den Menschen gesellschaftlich lösen. Statt Berufsverkehrstau, verpasste Bahnverbindungen und endlose Lkw-Kolonnen würde die Mobilität umgestellt werden vom dominierenden Einzeltransport von Personen und Gütern auf den Öffentlichen Personennahverkehr zum Nulltarif und den Güterverkehr auf Schienen und Wasserwege auf der Basis erneuerbarer Energien.

 

Die Heuchelei der bürgerlichen Politiker, als ob sie jetzt plötzlich den umweltpolitischen Ernst der Lage erkennen würden, ist unerträglich. Denn seit den 1970er Jahren stecken wir in einer globalen Umweltkrise, die in eine Umweltkatastrophe übergeht. Die „kriminelle Bande“ in den Vorstandsetagen der Autokonzernen sind die Täter des größten Umweltverbrechens der Nachkriegsgeschichte. Das ist weder vergessen noch vergeben. Nicht einmal das Geringste, um den Schaden für die Umwelt zu mindern, taten sie. Bis heute fahren Millionen Autos mit kriminell manipulierten Abgasreinigungsanlagen, weil die Autokonzerne die Nachrüstung mit SCR-Katalysatoren als unwirtschaftlich ablehnten und blockierten.

 

Deshalb fordert die Internationalistische Liste / MLPD, dass VW, RAG und Konsorten als Umweltverbrecher strafrechtlich verfolgt werden. Auf der nächsten Wählerinitiative wird der Kampf um Arbeitsplätze und Umweltschutz beraten.

 

Die Wählerinitiative Julia Scheller, Anke Jäck, Volker Kraft lädt ein zum Mitmachen, jeden Freitag 18:00 Uhr ab 27. August bis zum 24. September, ins Arbeiterbildungszentrum Stuttgart-Untertürkheim, Bruckwiesenweg 10.