Libanon

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Brutaler faschistischer Angriff auf Gedenkdemonstration

Mehrere imperialistische und regionale Mächte versuchen seit Jahren, den Libanon mit verschiedenen, auch militärischen, Mitteln unter ihre jeweilige Kontrolle zu bekommen. Seit Oktober 2019 hat sich dagegen in Beirut eine Bewegung für den Aufbau eines unabhängigen und demokratischen Libanon gebildet. Auch eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 mit Dutzenden Toten und Tausenden Verletzten konnte diese Bewegung nicht einschüchtern.

Korrespondenz
Brutaler faschistischer Angriff auf Gedenkdemonstration
Die Massenproteste im Libanon reißen nicht ab (foto: LCP)

Am diesjährigen Jahrestag der Explosion sammelten sich in Beirut fünf Demonstrationszüge im Gedenken an die Opfer der Explosion. Mit dabei waren das Komitee der Familien der Toten und Verletzten der Explosion, mehrere linke und säkulare Kräfte und Gruppen und Gewerkschaften. Mit Messern, Stöcken und Steinen griffen die „Libanesischen Streitkräfte“ (LF) einen dieser Demonstrationszüge plötzlich brutal an. Wie die Libanesische Kommunistische Partei (LCP) berichtet, wurden 20 Menschen verletzt, sieben mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eines der Opfer wurde dreimal in die Brust, die Lunge und den Rücken gestochen und von Stöcken am Kopf und im Gesicht getroffen. Zwei Jugendliche wurden entführt, geschlagen und unter Morddrohungen gefilmt.

 

Die LCP erklärt dazu: „Diese Taten sind mörderische faschistische Angriffe gegen Kommunisten, linke und demokratische Kräfte, die eine Bedrohung für den Frieden und die Stabilität im Libanon darstellen, und spiegeln eine politische Entscheidung der herrschenden Parteien wider, die Menschen zu unterdrücken und zu brutalisieren, die gegen das Regime und seine Politik protestieren und die die Aufhebung der Immunität der Minister und Abgeordneten fordern, die zu den Ermittlungen über die Explosion im Beiruter Hafen gerufen wurden.

 

Wir bitten alle unsere Genossen und Freunde, ihre Solidarität mit unserer Partei, unserem Volk und der Massenbewegung zu bekunden, die für Veränderungen, Säkularismus und soziale Gerechtigkeit im Libanon kämpft und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“