Afghanistan

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Kooperation des Westens mit kriminellen Warlords als Demokratie verkauft

Die Journalistin Friederike Böge berichtet nach jahrelangem Aufenthalt in Afghanistan in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 29. August 2021, dass schon bei den ersten Parlamentswahlen 2005 die Westmächte mit bekannten kriminellen Warlords von Stammeskriegern kooperierten.

Von jgä

Sie waren bekannt für ihre Drogengeschäfte, Folterkeller und in einem Fall für einen bewaffneten Überfall auf UNO-Vertreter mit Toten. Ihre Korruption und Gewaltherrschaft hatte schon 1996 die Taliban an die Macht gebracht. Sie waren ausdrücklich von UNO-Vertretern für den Ausschluss von der Wählbarkeit benannt worden. Das schlug der Westen in den Wind. Diese Warlords stellten dann mehr als 60% der Abgeordneten des Parlaments. Die Präsidenten Karzai und Al-Ghani waren komplett von den ausländischen Imperialisten und ihnen abhängig, genauso wie die führenden Generäle der so genannten afghanischen Armee nur durch Beziehungen ihre Posten erhielten. Das ausländische Militär – auch die Bundeswehr – betrachtete sie als Verbündete gegen die Taliban. Teilweise hatten die Afghanen mehr Angst vor ihnen als vor den Taliban. Und an die vom Westen behauptete Demokratie wie an die Repräsentanz für einen gesamt-afghanischen Staat war natürlich so nicht zu denken.