Internationalistische Liste / MLPD

Internationalistische Liste / MLPD

Dortmund: Wahlkampf ohne Kontaktaufnahme?

Große Aufmerksamkeit erregte die Auftaktkundgebung der Internationalistischen Liste / MLPD am vergangenen Samstag in Dortmund-Huckarde. Plakate mit den Kandidatinnen und den Hauptlosungen, Sitzgelegenheiten, geschmückte Tische und Infotische luden die Leute zum Zuhören und Diskutieren ein. Vor allem unsere beiden Kandidatinnen Sarah Rißmann und Klara Kossack waren Trumpf. „Richtig gut, wie die das machen. Man merkt, die sind mit Herz und Verstand bei der Sache,“ lobte eine Zuhörerin die beiden.

Korrespondenz

Übereinstimmend stellten wir fest, dass bei vielen die großen Berliner Parteien unten durch sind, aber auch eine große Unsicherheit herrscht, was man dann wählen soll. Hier bewährte sich, dass man nicht bei einzelnen Kritikpunkten – Rente, Umwelt, Arbeitsplätze, Zukunft der Jugend – stehen blieb, sondern sofort auf die Ursache kam: Den Kapitalismus. Und dass wir die einzige Partei sind, die für eine grundsätzliche Lösung, den Sozialismus eintritt. Die Aufgeschlossenheit und Bereitschaft bei vielen, sich darüber mit uns auseinanderzusetzen, das ist es, was die Herrschenden fürchten. Nur so ist auch das Verhalten der Huckarder Polizei zu verstehen. Wollten sie uns doch tatsächlich verbieten, dass wir die Leute ansprechen! Sie begründeten dies mit der Auflage zur Kundgebung, dass „keine aktive Kontaktaufnahme zu Passanten durch das aktive Verteilen von Informationsmaterial jeglicher Art erfolgen“ darf. Dabei hatten alle unsere Wahlkämpfer Masken auf, hielten den Abstand ein und hatten Handschuhe an.

 

Das haben wir natürlich strikt abgelehnt. Um der Polizei keinen weiteren Vorwand zu geben, gingen unsere Wahlkämpfer dazu über, den Passanten das Infomaterial in Körben anzubieten, aus denen sich Interessierte bedienen konnten. Doch auch das widersprach nach Ansicht der Polizisten der Auflage. Dagegen protestierten wir, auch am Mikrofon und ließen uns nicht davon abhalten, unser Infomaterial unter die Leute zu bringen. Am Schluss kündigte die Polizei an, den Anmelder und zwei Wahlkämpfer anzuzeigen. Wir sind fest überzeugt, dass dieser Schuss nach hinten los gehen wird. Das Vorgehen der Polizei hat alle Wahlkämpfer bestärkt, jetzt erst recht in die Offensive zu gehen!