Automobilarbeiter

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Internationale Arbeiterkämpfe bei General Motors / Stellantis

Die Internationale Automobilarbeiterkoordinierung hat einen aktuellen Infobrief zu den Arbeiterkämpfen bei General Motors / Stellantis herausgegeben.

Von Internationale Automobilarbeiterkoordinierung
Internationale Arbeiterkämpfe bei General Motors / Stellantis
Arbeiter installieren am Fiat-Werk in Turin die Stellantis-Flagge (Foto: MikeDotta, shutterstock_1896960160)

Darin heißt es:

 

"Wir beglückwünschen die verletzten Kolleginnen und Kollegen in Bogota / Kolumbien, die vor dem Verfassungsgerichtshof von Kolumbien die Wiedereinstellung von 20 entlassenen Kollegen durch General Motors erreicht haben. Das ist vor allem der Erfolg des historischen Kampfes ihrer Organisation ASOTRECOL, die jetzt seit über zehn Jahren ihre Mahnwache im Zelt vor der US-Botschaft aufrechterhalten hat!

 

Wir beglückwünschen genauso die Kolleginnen und Kollegen des GM-Werkes Silao in Mexico, die bei 6500 Beschäftigten mit 3214 zu 2623 Stimmen einen Tarifvertrag ablehnten, der Niedriglöhne, schlechte Arbeitssicherheit und fehlende Covid-19-Schutzmaßnahmen beinhaltete. ...

 

Im Brennpunkt der betrieblichen Auseinandersetzung in den letzten Monaten steht nach der Fusion von PSA und Fiat zu „Stellantis“ die verstärkte Ausbeutungsoffensive, bei General Motors vor allem die Arbeitsplatzvernichtung. "Stellantis"-Chef Tavarez steigert die Angriffe auf die Belegschaft. Sie haben ihren Ursprung in der verschärften Rivalität im internationalen Konkurrenzkampf in der Automobilindustrie und dem Drang nach Maximalprofit der Automonopole. Die schwersten Angriffe wurden in den letzten Wochen auf die Arbeitszeit geführt, mit dem Vorstoß zur 84-Stunden-Woche in Sterling Heights / Detroit und mit Verhandlungen durch Opel mit der IG Metall in Deutschland - zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

 

Die Ankündigung, dass die Fusion zu einem jährlichen „Synergieeffekt“ von fünf Milliarden Dollar führen soll, lässt keine Zweifel zu, dass weitere Angriffe auf Arbeitsplätze, Löhne und Arbeitsbedingungen zu erwarten sind. Die Herrschenden werden auf jeden Fall versuchen, die Krisenlasten noch verstärkt auf uns Arbeiter, unsere Familien und die breiten Massen abzuwälzen, auch wenn in Deutschland momentan noch die krisendämpfenden Maßnahmen wie die Kurzarbeit im Vordergrund stehen. Weltweit führen fehlende Chips zu Produktionsstopps. GM muss z. B. im September acht nordamerikanische Werke zeitweise anhalten."