Schulschließungen in der Ukraine

Schulschließungen in der Ukraine

Mit leerem Magen kann man weder lehren noch lernen!

Hunderte Schulen in der Ukraine schlossen gleich nach Eröffnung des neuen Schuljahres, nicht wegen Corona, sondern wegen Hunger

Korrespondenz aus Esslingen

In verschiedenen Regionen demonstrieren Lehrer, Eltern und Schüler. Teilnehmer erklären: „Wie können wir unterrichten, wenn wir ständig ans tägliche Brot denken müssen, das uns fehlt.“ Eine Mutter hat das Geld für die Schulsachen für ihren Sohn eingekauft, wofür sie am Essen sparen musste. Aber dann fehlte das Geld für den Schulbus, ganz zu schweigen von den Beträgen für das Schulessen. So muss der Sohn zu Hause bleiben.

 

Das Bildungsministerium antwortete auf die Beschwerden: „Im ganzen Land gibt es Finanzprobleme. Man muss eben den Gürtel enger schnallen.“ Eine einzige und dazu zynische Bankrotterklärung - in einem Land, das sehr reich an Rohstoffen, fruchtbarer Erde und an Menschen ist, die ihre Kräfte einsetzen wollen. Aber die Reichtümer des Landes landen in Korruption, in den Kassen der Konzerne, seien es ausländische Banken oder inländische Oligarchen und in Waffenkäufen.

 

Gleichzeitig kündigen sich weitere Streiks an: Nach den Streiks der Uranbergarbeiter im Juli streiken nun die Automobilarbeiter im Autowerk Charkow für die Auszahlung ihrer Löhne. Die Fahrradkuriere in Kiew streiken, weil der Unternehmer ihnen den Lohn um mehr als 50 Prozent gekürzt hat. Auf ihren Westen steht: „Kuriere erklären den Streik“.